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Boeing kauft AMD-Supercomputer

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Der Flugzeughersteller Boeing hat einen Supercomputer mit 96 Athlon-CPUs auf Basis eines Linux-Betriebssystems gekauft. Den Computer möchte Boeing bei der Entwicklung der neuen Trägerrakete Delta IV einsetzen, die 15 Tonnen schwere Satelliten ins All befördern soll. Das System wurde von der Firma Linux NetworX entwickelt, die sich auf Beowulf-Cluster spezialisiert hat. Der Rechenriese sei bereits der vierte dieser Art, den diese Firma an einen Flugzeugbauer verkauft habe, aber der erste, der nur von AMD-Prozessoren angetrieben werde, bemerkte Brad Rutledge von Linux NetworX.

Seitdem die preiswerteren Supercomputer der Beowulf-Machart auf den Markt gebracht wurden, leisten sich immer mehr Unternehmen die Rechenkünstler für ihren Eigenbedarf. Die Computer werden vornehmlich für komplizierte Rechenvorgänge in der Forschung eingesetzt, wie zum Beispiel in Simulationen zur globalen Erderwärmung. Auch wenn die Maschinen nicht für alle Rechenprozesse einsetzbar sind, so wird doch ein großer Bereich abgedeckt.

Beide Firmen machten keine Angaben zum Preis und der Rechenleistung des Clusters. Ein Sprecher von Linux NetworX erklärte aber, Boeing habe nicht nur die Hardware, sondern auch Software, Schulungsprogramme und Supportleistungen gekauft. Das Linux-System basiere auf einem Red-Hat-Produkt, doch schon bald wolle man mit einer eigenen Linux-Distribution herauskommen.

Auch AMD war erfreut über den Verkauf der Athlon-Lösung an Boeing, will das Unternehmen doch immer mehr in den noch weitestgehend von Intel beherrschten Server-Markt vordringen. "Wir hoffen, dass sich in Zukunft auch andere große US-Firmen mit Athlon-basierten Server-Systemen ausstatten werden", sagte dazu David Somo von AMD. (dal)