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Boeing steigt ins Geschäft mit Militär-Robotern ein

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Das neue iRobot-Modell soll Standard-Equipment von kleineren Infantrieeinheiten oder SWAT-Teams werden.

Die Rüstungssparte des Flugzeugbauers Boeing wird sich künftig an der Entwicklung und Vermarktung eines neuen Roboters des US-Herstellers iRobot beteiligen. Der so genannte SUGV Early (Small Unmanned Ground Vehicle) soll ein kleinerer und leichterer Nachfolger des Packbot werden, den iRobot bereits mehr als 900 Mal verkaufen konnte und der unter anderem vom US-Militär bei Aufklärungseinsätzen und zur Bombenentschärfung in Afghanistan und im Irak genutzt wird. Auch die Bundeswehr ist offenbar überzeugt von den Qualitäten des Militär-Roboters: Nachdem im vergangenen Jahr bereits 18 EOD(Explosive Ordnance Disposal)-Packbots gekauft worden waren, bestellte die BW-Beschaffung unlängst weitere 22 Exemplare im Wert von mehr als 2,8 Millionen US-Dollar.

Während der aktuelle Packbot rund 24 Kilogramm wiegt, soll sein Nachfolger zehn Kilo weniger auf die Waage bringen. Damit sei das Gerät auch für den Einsatz über größere Distanzen und als Standard-Equipment von kleineren Infantrieeinheiten oder SWAT-Teams (Special Weapons and Tactics) geeignet, meint iRobot. Als Vorteile der Kooperation mit Boeing Integrated Defense Systems (IDS) stellt das Unternehmen vor allem die globale Marktpräsenz des Konzerns sowie dessen langjährige Erfahrung heraus, viele Einzelsysteme zu einem funktionierenden Ganzen zusammenzusetzen. Ausgeliefert werden soll der neue SUGV Early ab 2008, Preise nannte das Unternehmen bislang nicht. (pmz)