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Börse Stuttgart geht mit App für Digitalwährungen an den Start

Software soll den Handel mit Bitcoin und Co. massentauglich nachen.

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Bitcoin

(Bild: dpa, Illustration)

Die Börse Stuttgart steigt Ende Januar verstärkt in das Geschäft mit den Digital-Währungen ein. Dann werde die Krypto-Handels-App Bison an den Start gehen, sagte Michael Völter, Vorsitzender des Vorstands der Vereinigung Baden-Württembergischer Wertpapierbörse, am Freitag in Stuttgart. Zunächst sollen damit Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Ripple handelbar sein. Damit würde der Handel mit den Kryptowährungen massentauglich gemacht. Zugleich gebe es keine Handelsgebühren, und die deutschsprachige App übernehme gleichfalls die sichere Verwahrung der Währungen für die Nutzer.

Die bekannteste Digitalwährung, der Bitcoin, ist seit 2009 im Umlauf. Sie lässt weitgehend anonyme Zahlungen zu, funktioniert unabhängig von Regierungen oder Banken und kommt vor allem bei Zahlungen im Internet zum Einsatz. Mittlerweile existieren auch zahlreiche andere Kryptowährungen mit denen über verschiedene Plattformen gehandelt werden kann.

Die Geschäfte der Regionalbörse waren im zu Ende gehenden Jahr vor allem von dem Zollstreit zwischen den USA und China, dem Brexit und den Folgen der Dieselkrise geprägt. Der Umsatz über alle Anlageklassen hinweg ging den vorläufigen Zahlen zufolge 2018 um rund 11 Prozent auf etwa 71,3 Milliarden Euro zurück.

Nach sechs Gewinnjahren in Folge am deutschen Aktienmarkt mussten Anleger dieses Jahr erstmals wieder herbe Verluste hinnehmen. Der Leitindex Dax büßte mehr als 18 Prozent ein und brachte damit das verlustreichste Jahr hinter sich seit der internationalen Finanzkrise 2008. Am Freitag, dem verkürzten letzten Handelstag des Jahres, reichte es noch zu einem Plus von 1,71 Prozent auf 10 558,96 Punkte.Einen Tag zuvor war der Dax auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren gefallen. (tig)

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