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Technology Review

Bolivien: Der Lithium-Schatz im Salzsee

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Das Alkalimetall Lithium wird bisher hauptsächlich in Akkus für Elektrogeräte, in der Keramik- und Glasherstellung sowie in Schmierstoffen verwendet. Doch es hat auch bei den Autobauern Begehrlichkeiten geweckt: Nach einer vom japanischen Hersteller Mitsubishi in Auftrag gegebenen Studie sollen allein die Akkus für Elektrofahrzeuge bis 2020 die Nachfrage nach Lithium verdoppeln.

Laut der U.S. Geological Survey besitzt Bolivien mit 9 Millionen Tonnen die weltweit größten Lithium-Vorkommen, davon gelten 5,5 Millionen Tonnen als abbaubar. Diese haben dem Andenstaat den Namen „Saudi-Arabien des Lithiums“ eingebracht, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe in einer ausführlichen Bilderschau.

Zwar ist Bolivien beim Ab- und beim Ausbau der Infrastruktur auf ausländische Investitionen und Expertisen angewiesen, doch hat Präsident Evo Morales verkündet, dass er nach dem Silberraub der Konquistadoren im 16. Jahrhundert eine erneute Ausplünderung seines Landes verhindern will. An die Vergabe von Förderlizenzen knüpft der arme Andenstaat deshalb harte Bedingungen: Die Fördergesellschaften sollen Bolivien an den Gewinnen beteiligen und in den Ausbau des Strom- und Straßennetzes investieren. Auch Fabriken zur Herstellung der Batterien sollen hier entstehen, damit die Arbeitsplätze im Land bleiben.

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(bsc)