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Bookeen frischt E-Book-Reader-Serie auf

Bookeen hat seinen neuen 6-Zoll-Reader Cybook Muse mit Beleuchtung und interessantem Design vorgestellt. Das schon im Frühjahr gezeigte 8-Zoll-Gerät Cybook Ocean soll jetzt ebenfalls in den Handel kommen.

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Das Cybook Muse hat ein ungewöhnliches Design, aber Standard-Hardware.

(Bild: Bookeen)

Der hierzulande eher unbekannte französische Hersteller Bookeen hat seinen neuen E-Book-Reader vorgestellt. Das Cybook Muse hebt sich vor allem durch das Design mit abgeflachten Kanten ab: Eine Ecke ist wie ein Eselsohr weggeknickt und das 8 Millimeter dünne Gehäuse zum Rand hin leicht abgeflacht. Auch die Benutzeroberfläche will Bookeen modernisiert haben.

Ansonsten entspricht die Hardware den Standards aktueller E-Book-Reader. Das E-Ink-Panel (Pearl) löst mit 1024 × 758 Bildpunkten auf, der interne Speicher von 4 GByte lässt sich per MicroSD erweitern. Bedient wird der Reader entweder über den Touchscreen oder die mechanischen Blättertasten links und rechts vom Panel. Das Cybook Muse kommt in zwei Varianten: Für 80 Euro bekommt man eine "Essential"-Version ohne Beleuchtung. Die "Frontlight"-Version mit zuschaltbare LED-Leuchte kostet 100 Euro und spielt damit in der selben Preiskategorie wie die vergleichbaren, aber etwas älteren Konkurrenten Kindle Paperwhite (110 Euro) und Tolino Longshine (100 Euro). Der Reader soll ab Mitte November verfügbar sein.

Als Bezugsquelle nennt Bookeen nur seine eigene Webseite, deutschsprachige Buchhandelspartner gab das Unternehmen bisher nicht bekannt. Das könnte für deutsche Kunden den größten Nachteil gegenüber Kindle und Tolino bedeuten: Zwar kann man E-Books auch über das integrierte WLAN-Modul beziehen, aber ohne Integration eines deutschsprachigen Shops dürfte das Kaufen und Verwalten von Büchern umständlicher als bei den Konkurrenten sein. Vorinstalliert ist laut Bokeen eine Auswahl an Klassikern, auch in deutscher Sprache.

Der Cybook ocean ist größer als die Konkurrenz.

(Bild: Bokeen)

Auf der Präsentation nannte Bookeen außerdem für seinen bereits im März gezeigten 8-Zoll-Reader Cybook Ocean einen konkreten Marktstart: Ursprünglich sollte er schon im Sommer diesen Jahres in den Handel kommen, jetzt soll er hierzulande wie der Muse ab Mitte November erhältlich sein. Am Cybook Ocean ist vor allem das große Panel interessant, das der Größe des iPad-Mini-Displays entspricht und damit fast an eine Standard-Paberback-Seite herankommt. Das dürfte sich vor allem bei der Anzeige von PDFs als praktisch erweisen. Mit 1024 × 768 Bildpunkten erreicht der Reader nur eine Auflösung von 160 dpi, was Einsteigergeräten wie dem einfachen Kindle entspricht. Der kürzlich vorgestellte Kindle Voyage kommt auf 300 dpi (6 Zoll, 1440 × 1080).

Mit dem größeren Display des Ocean geht auch ein Stück Handlichkeit verloren: So ist der Reader 19,6 cm × 15 cm groß und wiegt knapp 300 Gramm und damit so viel wie kompakte Tablets. Eine zuschaltbare LED-Beleuchtung ist eingebaut, der interne Speicher von 4 GByte lässt sich per MicroSD erweitern. Der Cybook Ocean soll für 180 Euro erhältlich sein. (acb)