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Boston Dynamics, Lehrer-Roboter und Cobots: Robotik-Trend auf der Cebit

Roboter dringen in immer mehr Bereiche unserer Lebens- und Arbeitswelt vor. Die Cebit will zeigen, wo die Technik aktuell steht und wie sie sich entwickelt.

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Boston Dynamics, Lehrer-Roboter und Cobots: Robotik-Trend auf der Cebit

Marc Raibert, Gründer & CEO der US-Firma Boston Dynamics, will auf der Cebit vortragen und seinen Roboterhund Spotmini mitbringen.

(Bild: Boston Dynamics)

2020 werden nach einer Prognose der International Federation of Robotics mehr als drei Millionen Roboter in Fabriken rund um den Globus tätig sein. Dabei erledigen die Maschinen die Arbeit nicht immer allein, in vielen Branchen entwickeln sich neue Arbeitsmodelle, in denen es vor allem um die Mensch-Maschine-Kollaboration geht.

Vor diesem Hintergrund sollen auf der Cebit vom 11. bis 15. Juni die neuesten humanoiden und kollaborativen Roboter — auch Cobots genannt – Kostproben ihres Könnens darbieten. Zum Beispiel der rund 1,20 Meter große Pepper von SoftBank Robotics. Er reagiert auf menschliche Emotionen und beantwortet beispielsweise als smarter Mitarbeiter im Einzelhandel Fragen zu Produkten. Für die Cebit hat das japanische Unternehmen ein SDK für die Entwicklung von Android-Apps für den Roboter angekündigt.

Roboter in Fabrik- und Lagerhallen sind bisher in der Regel auf eine einzige Aufgabe spezialisiert und durch Absperrungen von ihren menschlichen Kollegen getrennt. Der Service-Roboter ARMAR-6 aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeitet dagegen mit menschlichen Kollegen zusammen und geht ihnen mit Hammer oder Bohrmaschine zur Hand. Durch Beobachtung erlernt er darüber hinaus, neue Werkzeuge zu gebrauchen.

Roboter sollen aber nicht nur in Fabriken werkeln, sondern auch in Hochschulen und Krankenhäusern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will mit dem Projekt H.E.A.R.T. (Humanoid Emotional Assistant Robots in Teaching) auf der Cebit veranschaulichen, wo lernende Systeme zum Wohle des Menschen Verwendung finden können. Dabei denkbar seien humanoide Roboter, die den Unterricht an Universitäten ergänzen oder Studierende beraten. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) will ein tragbares Ganzkörper-Exoskelett für Opfer eines Schlaganfalls demonstrieren. Zum Beispiel kann damit ein Patient durch die Bewegung eines Arms den anderen mitbewegen.

Beim Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS können Besucher die spielerisch bedienbare Software NEPO ausprobieren und damit einen Roboter programmieren. Fraunhofer will neben dem humanoiden Roboter NAO auch den Staubsauger-Roboter Kobold VR200 zum Coden bereitstellen.

Marc Raibert, Gründer & CEO der US-Firma Boston Dynamics, will am Cebit-Dienstag, 12. Juni in einer Keynote mit dem Titel "The Future of Robotics" exklusive Einblicke in die Zukunft der Robotik geben. Sein Unternehmen macht Schlagzeilen mit laufenden Robotern und plant für 2019 die Markteinführung des Roboter-Hundes SpotMini. Ihn sollen die Besucher auf der Cebit-Bühne in Aktion erleben können.

(anw)

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