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IFA

Branchenverband: IFA wird das Elektronik-Geschäft beleben

Die IFA ist eine der wichtigsten internationalen Messen für Unterhaltungselektronik und Hausgeräte. In einem teils schwierigen Marktumfeld sorgt sie für Optimismus. Der Branchenverband gfu hat seine Prognosen fürs Jahr bereits angehoben.

Die Branche der Verbraucher-Elektronik setzt in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld auf positive Signale der IFA in Berlin. Von der Messe gingen jedes Jahr wichtige Impulse für die Märkte aus, betonte der Branchenverband gfu. Auf einem in vielen Ländern weiterhin schwierigen Markt komme der IFA eine Schlüsselrolle zu. Die Messe, die noch bis Mittwoch läuft, werde die Konjunktur bei Unterhaltungs- und Hausgeräte-Elektronik spürbar beeinflussen.

Samsungs 4K-TV UE40HU6900. Noch hapert es an Inhalten für Ultra-HD-Fernseher

Für das laufende Jahr erwartet die gfu in Deutschland ein Wachstum von rund 2,4 Prozent auf 37,5 Milliarden Euro Umsatz mit Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik. Dabei werde die Unterhaltungselektronik mit einem Volumen von 27,6 Milliarden Euro um 2,6 Prozent zulegen. In den Bereichen Elektro-Groß- und -Kleingeräte rechnet der Branchenverband mit einem Plus von jeweils 2 und 3 Prozent bei Umsätzen von 7,3 Milliarden und 2,6 Milliarden Euro. Noch im Juli prognostizierte der IFA-Veranstalter gfu insgesamt ein Wachstum um ein Prozent.

Vor allem das Geschäft mit Flachbildschirmen war zuletzt unter Druck geraten. Trotz 8,6 Prozent mehr verkaufter Geräte lag der Umsatz zur Jahresmitte noch ein Prozent im Minus. Die Fußball-WM hat das Geschäft jedoch wieder angeheizt. Und die IFA soll nun weiteren Schwung in den Handel bringen.

Zu den Trendthemen der IFA gehören in diesem Jahr die intelligente Vernetzung von Unterhaltungselektronik und Hausgeräten, Wearables sowie Ultra-HD-Fernseher und -Displays. Gefragt sind nach Erkenntnissen des Verbands immer größere Displaygrößen. So haben unter anderem Samsung und LG Geräte mit über 100 Zoll Diagonale in die Hauptstadt mitgebracht.

Noch hapert es allerdings an Inhalten, die in Ultra-HD verfügbar sind. Neben einzelnen Demo-Kanälen etwa von Astra und Sky dürften dabei Streaminganbieter wie Maxdome, Netflix und Amazon die Nase vorn haben.

Das Fernsehen dürfte in den kommenden Jahren noch weitere deutliche Umbrüche zu spüren bekommen. Auf der IFA hatte in der vergangenen Woche auch Panasonics Europachef Laurent Abadie das Ende einer Ära erklärt. Vom Smartphone bis zum Tablet nutzten die Verbraucher immer mehr Informationen über andere Displays parallel zum Fernsehen. Und Video-on-Demand-Dienstleister böten ganze TV-Serien gleich staffelweise. Das lineare Fernsehen mit seinen festen Sendeterminen sei dabei auf dem Rückzug. (dpa) / (anw)

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