Brand durch "Hoverboard": Kleinkind stirbt in den USA

Nach einem durch ein Hoverboard ausgelösten Feuer im US-Bundesstaat Pennsylvania ist ein kleines Mädchen im Krankenhaus gestorben. Auf dem Weg zu den Löscharbeiten war außerdem ein Feuerwehrmann angefahren und letztlich tödlich verletzt worden.

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iMoto-Hoverboard

Zerstörte "Hoverboards" in England

(Bild: Surrey County Council News, CC BY-ND 2.0 )

Von
  • Martin Holland

Bei einem durch ein brennendes Hoverboard ausgelösten Feuer ist in Harrisburg im US-Bundesstaat Pennsylvania ein dreijähriges Mädchen ums Leben gekommen. Auf dem Weg zu den Löscharbeiten ist außerdem ein Feuerwehrmann in einen Unfall geraten, an dessen Folgen auch er gestorben ist, wie die lokale Zeitung The Patriot-News berichtet. Demnach ist ein E-Board – im Sprachgebrauch mittlerweile "Hoverboard" genannt – beim Nachladen in Flammen aufgegangen. Außer dem inzwischen verstorbenen Mädchen wurden in dem Feuer zwei weitere verletzt – eine davon schwebt weiterhin in Lebensgefahr – der Vater und ein Teenager konnten das Krankenhaus inzwischen verlassen.

Der Tageszeitung zufolge ist das verstorbene Mädchen in den USA das erste Todesopfer eines Unfalls, der durch ein Hoverboard ausgelöst wurde. Davon gab es aber bereits eine ganze Reihe, weswegen in den Vereinigten Staaten vergangenes Jahr eine halbe Million dieser Scooter vom Markt genommen wurden. Der tödliche Unfall soll nun untersucht werden, schreibt die Zeitung. Ein städtischer Feuerwehrmann der auf dem Weg zur Feuerwache war, um dort seine Ausrüstung zu holen und dann zum Brand zu eilen, wurde dabei angefahren und schwer verletzt. An den Folgen starb er im Krankenhaus.

Die sogenannten E-Boards waren Ende 2015 immer beliebter geworden. Sie bestehen aus zwei durch einen breiten Steg verbundene kleine Räder. Gesteuert werden sie durch Gewichtsverlagerungen des auf dem Steg stehenden Fahrers. Angetrieben werden sie durch einen Elektromotor, der einen starken Akku benötigt. In einem Test hatte die c't damals schwere Sicherheitsmängel ausgemacht, auch wenn das Gerät nicht in Flammen aufgegangen war. Es hatte sich aber zum Beispiel reproduzierbar abgeschaltet, woraufhin der Fahrer vom Gerät stürzte. In Deutschland sind die E-Boards nicht zugelassen und deswegen auf öffentlichen Straßen verboten.

Lesen Sie den kompletten Test eines "Hoverboards" bei c't:

(mho)