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Brandgefahr: Samsung zu Extra-Prüfungen beim Galaxy Note 7 aufgefordert

Die zuständige Aufsichtsbehörde in Südkorea hat Samsung weitere Sicherheitsüberprüfungen auferlegt, bevor der Verkauf des Galaxy Note 7 wieder aufgenommen werden darf. Die Rückrufaktion in dem Land hat die Behörde unter einer Auflage genehmigt.

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(Bild: dpa, Franziska Gabbert)

Nach dem weltweiten Rückruf seines Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr muss Samsung vor der Wiederaufnahme des Verkaufs zusätzliche Sicherheitsprüfungen vornehmen. Das Unternehmen solle dafür sorgen, dass seine Zulieferer jeden Akku für das Gerät einem Röntgentest unterziehen, teilte die koreanische Behörde für Technologie und Standards (KATS) am Donnerstag mit. Zudem soll der Smartphone-Marktführer bei Anlieferung neuer Akkus selber Qualitätstests anstellen. Der Verkauf soll in Südkorea Ende September wieder aufgenommen werden.

KATS billigte außerdem die freiwillige Rückrufaktion, bat Samsung aber zudem, die Rückerstattungsperiode bis zum Ende dieses Monats zu verlängern. Die Frist war am Montag abgelaufen. "Die Zeit war zu kurz", sagte ein Sprecher der Behörde. Damit haben Käufer betroffener Geräte, die diese nicht gegen ein neues Note 7 austauschen wollen, mehr Zeit, bei einem Mobilfunkanbieter ein ähnliches Konkurrenz-Modell zu erhalten.

Samsung hatte Anfang September die Brandgefahr infolge von Akku-Problemen beim Note 7 eingeräumt und eine weltweite Austausch-Aktion angekündigt. Nach Angaben des Unternehmens geht es um 2,5 Millionen verkaufte Geräte. Die US-Verbraucherschutzbehörde hatte von 92 gemeldeten Zwischenfällen gesprochen, bei denen sich ein Note 7 überhitzte oder Feuer fing. In den USA soll rund eine Million Geräte ausgetauscht werden.

In Deutschland und anderen Ländern gibt es unterdessen massive Probleme bei der Umtauschaktion, ausgelöst durch die gesetzlichen Vorschriften, die die Beförderung defekter Akkus regeln. Der von Samsung für Deutschland ausgewählte Paketzusteller DHL befördert die Sendungen mit auszutauschenden Galaxy Note 7 nicht, weil die von Samsung verschickten Umverpackungen und Kennzeichnungen den Transportbestimmungen nicht genügen. Ähnliche Berichte gibt es aus den USA, wo der Austausch über FedEx läuft.

Die betroffenen Kunden verbleiben deshalb derzeit entweder mit dem mutmaßlich gefährlichen Gerät, oder es wird auf dem Transportweg aussortiert. Beides ist unbefriedigend, denn Samsung versendet ein neues Exemplar erst dann an die Kunden, wenn das auszutauschende angekommen ist. Eine Lösung des Problems steht derzeit noch aus; laut DHL gibt es aber Gespräche mit Samsung, um die Hindernisse möglichst schnell zu beseitigen.

[Update 22.09.2016 - 21:00: Abschnitt zu den Problemen des Austauschprogramms präzisiert] (mho)