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Brasilianische Bank spart mit Pinguin-Samba

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Die größte südamerikanische Bank, die Banco do Brasil (BB), stellt ihre EDV in Europa auf Linux um. Die Großbank, die mit 79.000 Angestellten 12 Millionen Kunden in 22 Ländern weltweit betreut, hat den Umstieg mit dem Ersatz von 41 Windows-NT-Servern ihres europäischen Geschäftsbereichs durch drei iSeries-Rechner von IBM eingeleitet. Nicht nur auf diesen Servern läuft Linux als Betriebssystem, sondern langfristig soll der Linux-Pinguin das Windows-Logo auch auf den Desktop-Rechnern des Unternehmens ersetzen.

Der BB-IT-Manager für England, Tim Evans, freut sich über Kosteneinsparungen durch den jetzt zentralisierten Support seiner Netzlandschaft, hatte er doch bislang in acht Netzwerken nicht weniger als 70.000 Windows-Lizenzen im Auge zu behalten. Angesichts des damit verbundenen Verwaltungsaufwands hat die Bank ihre wichtigsten Anwendungn in Java neu programmiert und Evans erklärt: "Unter Linux läuft Java viel schneller als unter Windows. Das ist das geborene Betriebssystem für Java." Weil der Wechsel der BB außerdem eine bessere Produktivität und höhere Zuverlässigkeit beschert hat, will Evans in Zukunft alle Anwendungen auf Java umstellen.

Wo sich einzelne Systeme noch nicht nativ von Windows weg bewegen ließen, hat die BB eine IBM x440 zum Einsatz gebracht, um mit dem Emulator VMWare wenigstens auf virtuelle Windows-Rechner umzusteigen. Die Fileserver-Funktionen obliegen in dieser Landschaft ebenso wie die Rechteverwaltung dem Open-Source-Paket Samba, das laut Evans ebenfalls eine bessere Performance zeigt als der Windows-Amtsvorgänger. (hps)

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