Breitband-Surfer denken praktisch

Der Umstieg auf einen schnelleren Internet-Zugang wird von US-Amerikanern nicht zuerst vom Wunsch nach datenintensiven Multimedia-Inhalten getragen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 194 Beiträge
Von
  • Andreas Wilkens

Wer von seinem Modem auf eine Breitbandverbindung zum Internet umsteigt, macht das nicht, um damit besser auf datenintensive Video- oder Audioinhalte zugreifen zu können -- zumindest in den USA. Dort haben die Marktforscher von Strategy Analytics durch die Analyse von 525 Haushalten mit Breitband-Internet-Zugang herausgefunden, dass die Befragten sich von der Aufrüstung eher praktische Vorteile erhofft haben. So spiele zum Beispiel eine freie Telefon-Leitung während des Surfens bei vielen eine Rolle. Momentan gibt es in den USA 19 Millionen Haushalte mit einem schnellen Internet-Anschluss.

In diesen Haushalten sind Kommunikation per E-Mail und Informationssuche die wichtigsten Online-Tätigkeiten, während der Abruf von Audio- und Videoinhalten eine kleinere Rolle spielen, haben die Marktforscher herausgefunden. Das "traditionsbewusste" Verhalten der Breitband-Surfer könnte Unternehmen wie AOL und MSN einen Strich durch die Rechnung machen. Diese glauben nämlich, mit der Nachfrage nach Breitband-Verbindungen werde auch die nach Multimedia-Inhalten steigen. Doch so ganz brauchen sie die Hoffnung nicht aufzugeben, wenn es nach den Marktforschern geht: Immerhin 45 Prozent der Befragten sollen bereit sein, für Musik- oder Video-Streaming zu zahlen. Zudem sei der Markt für Breitband-Internet-Zugänge sehr entwicklungsfähig, heißt es bei Strategy Analytics. (anw)