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Breitband-Tarnkappen

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Bisherige theoretische und praktische Studien zu "Tarnkappen", mit denen Gegenstände unsichtbar gemacht werden sollen, arbeiteten mit "Metamaterialien". Diese Verbundwerkstoffe mit aufwändig bearbeiteten Oberflächen haben spezielle Eigenschaften, die Lichtwellen um einen Gegenstand "herumleiten" können. Im Oktober 2006 machte man mit einer Umsetzung solcher Überlegungen einen Metallzylinder "unsichtbar"– allerdings nicht für natürliches Licht, sondern nur für Mikrowellen.

In einer in der Zeitschrift Science erschienenen theoretischen Studie beschreiben Ulf Leonhardt und Tomas Tyc alternative Möglichkeiten, die auch bei Licht funktionieren könnten, das aus verschiedenen Wellenlängen zusammengesetzt ist – also eine Art "Breitband-Unsichtbarkeit". Dafür konzentrieren sie sich weniger auf Materialeigenschaften, als auf besondere Krümmungen, welche Lichtwellen um den unsichtbar zu machenden Gegenstand herumlenken sollen. Mit ihnen wären Gegenstände nicht nur in zwei, sondern in drei Dimensionen unsichtbar – was den praktischen Wert ebenfalls deutlich erhöhen würde. (pem)