Breitbandatlas: 1-MBit/s-Anschlüsse fast überall verfügbar

Für 99,1 Prozent der deutschen Haushalte sind inzwischen Internet-Anschlüsse mit mindestens 1 MBit/s prinzipiell verfügbar. Dies geht aus dem jüngsten Bericht des TÜVs Rheinland zur Ausbreitung des schnellen Internets hervor.

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Von
  • Stefan Krempl

Eine Breitbandgrundversorgung mit mindestens 1 MBit/s ist mittlerweile für 99,1 Prozent aller deutschen Haushalte prinzipiell gegeben. Dies geht aus dem jüngsten Bericht (PDF-Datei) des TÜVs Rheinland zur Ausbreitung des schnellen Internets hierzulande bis Ende 2011 hervor, den das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) am heutigen Dienstag veröffentlicht hat. Demnach verfehlt die Bundesregierung noch immer eines der Kernziele aus ihrer 2009 verabschiedeten Breitbandstrategie – wenn auch nur knapp. Schon bis Ende 2010 sollte laut diesem Plan eine flächendeckende Abdeckung im Übertragungsbereich 1 MBit/s erreicht werden.

Ressortchef Philipp Rösler verwies auf einen beachtlichen Fortschritt in den ländlichen Regionen. Von den sich dort befindlichen rund 4,2 Millionen Haushalten in ländlichen Regionen könnten seit Anfang 2012 inzwischen rund 92 Prozent von der Breitbandbasisversorgung profitieren. Die Schlusslichter unter den Bundesländern bilden Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, in denen für 96,3 Prozent beziehungsweise 96,6 Prozent der Haushalte 1 MBit/s verfügbar ist. In den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen liegt die Abdeckung bei 99,9 Prozent.

Zuversichtlich stimmt den FDP-Politiker auch ein Zuwachs von fast 8 Prozentpunkten im zweiten Halbjahr 2011 bei den Haushalten, denen Übertragungsraten von über 50 MBit/s zur Verfügung stünden. Die Abdeckungsquote in diesem Bereich liege mittlerweile bei 48 Prozent. Bis 2014 will die Bundesregierung hier für 75 Prozent der Bevölkerung entsprechende Anschlussmöglichkeiten bereitstellen.

Mit der breitbandigen Mobilfunktechnik LTE können der Untersuchung zufolge über 8,5 Millionen Haushalte versorgt werden. Der Ausbau startete 2010 mit der Auflage, zunächst "weiße Flecken" ohne Breitbandversorgung zu tilgen. Die Anschlusspflichten sind inzwischen in einigen Bundesländern erfüllt. Der sogenannte "Breitbandatlas" wird seit Sommer vergangenen Jahres vom TÜV Rheinland erstellt. Er greift dazu auf Daten zurück, die beteiligte Telekommunikationsfirmen freiwillig liefern. (ssu)