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Breko-Unternehmen investierten 1,1 Milliarden Euro in Breitbandnetz

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Die im Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) zusammengeschlossenen Unternehmen haben 2008 in den Ausbau des Breitbandnetzes 1,1 Milliarden Euro investiert. Im laufenden Jahr sei geplant, das Volumen um weitere 10 Prozent zu steigern, teilte der Verband heute mit. Dem gegenüber habe die Deutsche Telekom nach eigenen Angaben lediglich 300 Millionen Euro für diesen Bereich ausgegeben. T-Home-Chef Timotheus Höttges hatte im Dezember angekündigt, in diesem Jahr ähnlich viel Geld in die Erschließung "weißer Flecken" auf der Breitbandlandkarte zu stecken.

Angesichts dieser Zahlen wäre es kurzsichtig, für den Breitbandausbau der nächsten Generation mit einem geschätzten Investitionsbedarf von 30 Milliarden Euro allein auf die Telekom zu setzen, meint der Verband. Mit 22 Prozent haben die 24 im Breko-Verband zusammengeschlossenen Konkurrenten der Telekom 2008 fast ein Viertel des Marktanteils erringen können. Der Umsatz stieg von 5,6 Milliarden Euro auf 6,3 Milliarden Euro.

Das Wachstum auf dem DSL-Markt habe sich im vergangenen Jahr spürbar verlangsamt, teilt der Verband weiter mit. Es seien nur 3 Millionen Breitbandneuschaltungen hinzugekommen. Die Breko-Unternehmen hätten ein Wachstum von 28 Prozent vorgewiesen, während das Marktwachstum insgesamt bei 15 Prozent gelegen habe. Für 2009 erwarten die Breko-Mitgliedsunternehmen ein gleichbleibendes Wachstum von etwa 13 Prozent. Die Standardbandbreiten hätten 2008 bei Breko-Unternehmen bei mehr als 6 Mbit/s gelegen, während die Standardbandbreiten im Markt 2 bis 6 Mbit/s betrugen.

Dem Breko-Verband gehören seit Februar die Unternehmen Netcologne (Köln) und M-Net (München) nicht mehr an. Sie sind unter anderem wegen der Position des Breko zur Regulierung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) ausgetreten und gründeten im März einen neuen Verband. (anw)