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Bremen Next: Radio Bremen will sich "crossmedial" Jugendliche schnappen

Radio Bremen will eine Lücke schließen: Bremen Next soll im Funk und im Web vor allem die 15- bis 25-Jährigen bedienen.

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Jan Metzger

Radio-Bremen-Intendant Jan Metzger

(Bild: Radio Bremen)

Der öffentlich-rechtliche Sender Radio Bremen (RB) hat am heutigen Mittwoch mit "Bremen Next" ein neues Radio- und Online-Angebot eröffnet, das sich insbesondere an 15- bis 25-Jährige richtet. Das Angebot für junge Menschen aus Bremen, Bremerhaven und Umgebung will sich "mutig, authentisch, crossmedial und bremisch mit Audios, Videos und in den sozialen Netzwerken" zeigen – also dort, wo sich die Zielgruppe aufhalte.

Den auf 95,6 MHz UKW in Bremen sowie als Livestream im Netz und im Digitalradio erreichbaren Sender bezeichnet er selbst als "dein abgefuckter, ausgeschlafener Mitbewohner, der dich wach macht, dich updated und nach vorne geht, laut aber nicht nervig ist, dich zum Lachen bringt und dich fit für den Tag macht". Gespielt werden montags bis freitags am Morgen und Nachmittag sowie am Wochenende zwischen 10 und 14 Uhr moderierte Sendungen und an Musikrichtungen vor allem Black Music und Hip Hop. Auf der Website werden unter anderem Video-Interviews und -Reportagen präsentiert.

Veralteter Jugendkanal

RB-Intendant Jan Metzger erläuterte zum Start von Bremen Next, sein Sender nehme von allen Menschen Rundfunkbeiträge, auch von den jungen. Es gebe aber kein Angebot für sie. Der Kanal Bremen 4, der 1986 als Sender für die jungen Menschen in Betrieb ging, weise nun einen Altersschnitt von Ende 30 auf. Bei den Überlegungen sei es wichtig gewesen, wo sich die Menschen aufhalten. "Im Zweifelsfall muss alles aus dem Handy kommen können."

Das Angebot sei nicht für, sondern mit jungen Menschen entwickelt worden, erläuterte Metzger weiter. Dabei wirke sei ein guter Anteil migrantischer Menschen mit. Auf die Frage, wie sich der klamme kleinste Sender das leisten könne, sagte Metzger, es werde umgeschichtet. An welchen Stellen gespart werde, sagte er nicht. Programmdirektor Jan Weyrauch ergänzte, dass auf Bremen Next vor allem Musik gespielt werde.

ARD und ZDF wollen am 1. Oktober ihr neues "Junges Angebot" eröffnen. Im Unterschied zu Bremen Next wird dies nur im Web zu sehen sein. (anw)

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