Menü

Brennstoffzelle "Kraftwerk" verzögert sich weiter

Die Powerbank Kraftwerk, die eine Brennstoffzelle statt Lithium-Ionen-Akkus nutzt, wird nach der Insolvenz der eZelleron GmbH nun frühestens im Sommer 2016 ausgeliefert.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 98 Beiträge

Die Powerbank Kraftwerk nutzt eine Brennstoffzelle, die mit Flüssiggas betrieben wird.

(Bild: eZelleron)

Von

Das Start-Up eZelleron sorgte letztes Jahr mit seiner Brennstoffzelle "Kraftwerk" für Aufsehen: Sie soll wie eine herkömmliche Powerbank Smartphones aufladen können, nutzt ihrerseits aber eben eine Brennstoffzelle zur Energiegewinnung. Als Brennstoff ist nicht wie sonst bei Brennstoffzellen üblich Wasserstoff vorgesehen, sondern Flüssiggas, wie man es an jedem Kiosk nachkaufen kann – zum Nachfüllen von Feuerzeugen.

Unterstützer der Kickstarter-Kampagne warten allerdings immer noch auf ihre zugesagten Exemplare, obwohl sie ursprünglich schon im Herbst 2015 ausgeliefert werden sollte. Wie eZelleron-Hauptgeschäftsführer Sascha Kühn auf Nachfrage gegenüber heise online mitteilte, müssen selbst frühe Vorbesteller weiterhin geduldig sein: Derzeit sei eine Auslieferung ab August 2016 geplant.

Hintergrund ist die Insolvenz der deutschen Produktionsgesellschaft eZelleron GmbH, die mit rein amerikanischem Kapital nicht mehr zu halten gewesen sei. Die Vorbesteller der Kickstarter-Kampagne seien jedoch immer schon Kunden der amerikanischen eZelleron Inc. gewesen, die normal weiterarbeite, betonte Kühn.

Zudem strebe man immer noch ein "Made in Germany" an: Das Kraftwerk soll weiterhin in Dresden produziert werden. Der Produktionsstandort werde deshalb im Rahmen der Abwicklung der eZelleron GmbH in die neue Holding-Gesellschaft Kraftwerk Inc. mit Hauptsitz in Palo Alto integriert. Die eZelleron Inc. wird ebenfalls als Tochter in die Kraftwerk Inc. aufgenommen. Gläubiger und ehemalige Investoren sollen Beteiligungen an der neuen Kraftwerk Inc. bekommen. (mue)