Brennstoffzelle zum Nachladen von Smartphones

Lilliputian Systems will noch in diesem Jahr eine portable Brennstoffzelle auf den Markt bringen, mit der man ein Smartphone bis zu 14 Mal laden können soll.

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  • Lutz Labs

Das amerikanische Unternehmen Lilliputian Systems will im Herbst ein mobiles Ladegerät für Smartphones und andere per USB ladbare Gadgets auf den Markt bringen, das seine Energie aus einer Brennstoffzelle bezieht und ein Smartphone bis zu 14 Mal laden soll. Das System besteht aus zwei Teilen: Einer Metallhülle, die etwas größer als ein klassisches Benzinfeuerzeug sein soll, und den Patronen mit Butangas. Diese sollen nach Angaben des Unternehmens "zum Preis einer Tasse Kaffee bei Starbucks" erhältlich und recyclebar sein. Zum Preis für das eigentliche Ladegerät hat sich das Unternehmen noch nicht geäußert, es soll zunächst nur über den Online-Händler Brookstone erhältlich sein.

Das Unternehmen, ein zehn Jahre altes Spin-off vom Massachusetts Institute of Technology, hat nach eigenen Angaben eine neue Technik (Feste Oxid-Brennstoffzellmembran auf einer Siliziumscheibe) entwickelt, die wesentlich mehr Energie bereitstellen soll als ältere Ansätze. Bereits jetzt verspricht Lilliputian-CEO Ken Lazarus, dass die Geräte auch in Flugzeugen transportiert werden dürften.

Für den Einsatz in Notebooks will das Unternehmen zudem ein Referenzdesign anbieten, auf dessen Grundlage Systemintegratoren die Brennstoffzelle auch als Nachschub-Energie für deutlich stromhungige Geräte einsetzen könnten.

Das schwedische Unternehmen myFC hatte bereits auf dem Mobile World Congress im vergangenen Jahr eine Brennstoffzelle zum Aufladen von Smartphones vorgestellt. Im Konzept des Unternehmens ist jedoch ein Akku vorgesehen; eine Patrone soll diesen und das Smartphone gleichzeitig laden. Das PowerTrekk und die zugehörigen Ladepatronen sollen nach Angaben des Unternehmens im Frühjahr in einigen Ländern erhältlich sein, mit einem Deutschlandstart rechnet das Unternehmen im August. (ll)