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Brexit-Kampagne und Versicherer: Strafe für unerlaubten Datentausch

Die britische Datenschutzbehörde ICO hat gegen Leave.EU und Eldon Insurances eine Strafe von insgesamt 120.000 Pfund wegen unerlaubter Datennutzung verhängt.

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Brexit

(Bild: dpa, Maurizio Gambarini)

Die britische Datenschutzbehörde Information Commissioner's Office (ICO) hat gegen die Brexit-Kampagne Leave.EU und den Versicherer Eldon Insurances eine Strafe von insgesamt 120.000 Pfund (ca. 135.000 Euro) verhängt. Eldon und Leave.EU müssen wegen unerlaubter Datennutzung jeweils 60.000 Pfund zahlen. Ursprünglich hatte die ICO gegenüber Leave.EU eine Strafe von 75.000 Pfund ausgesprochen, aber diese jetzt auch auf 60.000 Pfund reduziert.

Chef von Eldon Insurances ist der Brexit-Befürworter und Mitbegründer von Leave.EU Arron Banks. Die Datenschutzbehörde wirft Eldon Insurances vor, über eine Million E-Mails an Abonnenten von Leave.EU geschickt zu haben, welche Werbung für eine Versicherungsmarke von Eldon enthielt. Dies sei ohne vorheriges Einverständnis der Empfänger erfolgt.

Außerdem habe Leave.EU in "ungesetzlicher Weise" Kundendaten von Eldon genutzt, um knapp 300.000 politische Kampagnen-Nachrichten zu schicken. Mitarbeiter von Leave.EU hatten laut ICO Zugriff auf die E-Mail-Adressen der Eldon-Kunden. Der Datenmissbrauch war im Zuge der Untersuchungen zu dem Datenskandal um Cambridge Analytica und Facebook aufgedeckt worden. (ktn)

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