Bridgestone: Keine Zukunft für E-Paper-Displays

Der Reifenhersteller gibt die Entwicklung und Fertigung seiner QR-LPD Puderdisplays auf. Die LCD-Konkurrenz sei zu mächtig und der Preisverfall zu stark.

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Von
  • Ulrike Kuhlmann

Bridgestone will keine Puderdisplays mehr entwickeln. Das Unternehmen erklärte in einer Mitteilung, nach Abwägung aller Faktoren und unter Berücksichtigung des Management-Prinzips "Auswahl und Konzentration" sei es zu dem Schluss gekommen, die Entwicklung der Puderdisplays aufzugeben.

Bridgestones präsentierte vor zwei Jahren auf der DisplayWeek den Prototyp eines farbigen, flexiblen E-Book-Readers.

Der enorme Preisverfall bei den LCDs ließe keinen Spielraum mehr für die hauseigene Liquid-Powder-Technik (QR-LPD). Für das Gesamtunternehmen sei es deshalb besser, aus dem E-Paper-Geschäft komplett auszusteigen. Die Produktion werde Ende Oktober eingestellt, wann genau der Geschäftsbereich aufgelöst wird, steht noch nicht fest.

Erstmals hatte der japanische Reifenhersteller 2006 ein Display mit Liquid-Powder-Technik öffentlich gezeigt. Anders als die E-Paper-Displays von E-Ink hatten die Puderdisplays von Bridgestone schon sehr früh relativ flotte Umschaltzeiten und konnten auch farbige Inhalte wiedergeben.

Vor vier Jahren präsentierte der taiwanische Auftragsfertiger Delta Electronics auf der IFA ein vollfarbiges Puderdisplay von Bridgestone und outete sich als künftiger Produzent. Das Display nutzte angeblich farbiges Puder für die Anzeige – üblich war bei E-Paper-Displays bis dahin und ist es bis heute, über ein Schwarzweiß-Display Farbfilter zu legen. (uk)