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IFA

Brillenloses 3D-TV mit vierfacher HD-Auflösung

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Bereits im Januar zur CES hatte Toshiba autostereoskopische 3D-Displays mit Integral-Imaging-Technik gezeigt – also 3D-Fernseher, für die man keine 3D-Brille benötigt. Der Bildeindruck war seinerzeit bereits recht gut, allerdings durfte man sich kaum vor dem Schirm bewegen, sonst ging der Tiefeneindruck verloren. Mit seinem neuen ZL2-Fernseher will der japanische Hersteller dieses Problem nun beseitigen – das Display hat beeindruckende 3840 x 2160 Pixel.

Dank Ultra-HD-Auflösung zeigt jede der neun Ansichten noch 1280 x 720 Bildpunkte

Dank der hohen Quad-Full-HD-Auflösung bietet der Fernseher auch in der autostereoskopischen Darstellung immer noch pro Ansicht HD-Auflösung (1280 x 720). Hintergrund: Die sichtbare Auflösung eines brillenlosen Integral-Imaging-Displays sinkt mit der Anzahl der dargebotenen Ansichten – bei drei Ansichten um den Faktor drei, bei neun um den Faktor neun. Erst mit einer höheren Pixeldichte als Full HD (1920 x 1080) lässt sich die Technik auf großen Fernsehern deshalb sinnvoll einsetzen. Daran mangelte es bei den ersten Integral-Imaging-Displays des Herstellers.

Der auf der IFA (Halle 22a) präsentierte 55-Zöller zeigt neun unterschiedliche Ansichten derselben Szene (die ersten Modelle auf der CES zeigten nur drei) und gewährt damit ausreichend Bewegungsspielraum. Das schmal eingefasste, sehr dünne Panel bezieht Toshiba vom taiwanischen Panelhersteller AUO.

Der mit Cevo-Engine ausgestattete Fernseher beherrscht noch einiges mehr, etwa USB-Recording, also die Aufnahme des laufenden Fernsehprogramms auf einen angeschlossenen USB-Speicher. Außerdem hat er als Smart-TV Zugang zu Toshiba Places, das Internet-Portal des Herstellers. Dort können sich bis zu vier Personen eigenen Profile anlegen, um mit ihrem Masterpasswort Zugang zu sozialen Diensten wie Facebook und Twitter zu erhalten. Ein besonderes Schmankerl ist die Auto-Kalibrationsfunktion, mit der die Nutzer den Fernseher ohne besondere Vorkenntnisse möglichst optimal einstellen können.

Im herkömmlichen 2D-Betrieb wird das eingespielte Bild wahlweise auf die höhere Bildschirmauflösung interpoliert oder alternativ werden vier Pixel zu einem Bildpunkt zusammengefasst.

Der autostereoskopische 3D-Fernseher soll in einer 55-Zoll-Variante namens 55ZL2 im Dezember auf den deutschen Mart kommen. Die Preisempfehlung von 8000 Euro erscheint zunächst ziemlich happig, ist aber gemessen an der immensen Auflösung, der raffinierten 3D-Technik, der guten Ausstattung und der Bildschirmgröße gar nicht so hoch. (uk)