Britische Aufsichtsbehörde schränkt Einstieg von Amazon bei Deliveroo ein

Die britische Wettbewerbsbehörde schränkt Änderungen bei Deliveroo und deren Beziehung zu Amazon ein und prüft eine vollständige Untersuchung der Verbindung.

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Deliveroo-Fahrer

(Bild: Clare Louise Jackson / shutterstock.com)

Von
  • Bernd Mewes

Amazon ist nach der jüngsten Finanzierungsrunde der größte Investor des britischen Online-Lieferdienstes Deliveroo. Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (Competition and Markets Authority, CMA) äußerte nun Bedenken, dass Amazon und Deliveroo fusionieren könnten, außerdem würden sich die Unternehmen kaum noch unterscheiden. Die CMA hat aufgrund ihrer Bedenken eine erste Verfügung erlassen, die Änderungen im Unternehmen Deliveroo einschränken.

Deliveroo kann trotz auferlegter Einschränkungen weiterhin Lebensmittel in Großbritannien ausliefern, muss aber als eigenständiges Unternehmen mit eigenem Vertrieb und unter eigener Marke agieren. Das Urteil untersagt zusätzlich wesentliche Änderungen in der Organisationsstruktur von Deliveroo. Die CMA prüft zusätzlich die Einleitung einer vollständigen Untersuchung der Beziehungen zwischen Amazon und Deliveroo.

Deliveroo konnte in der Series G Finanzierungsrunde Amazon mit 575 Millionen US-Dollar (rund 515 Millionen Euro) als größten Investor neben weiteren Unterstützern gewinnen. Mit dem Geld aus der siebten Finanzierungsrunde wollte Deliveroo sein Tech-Team ausbauen, Liefergebiete erweitern und neue Innovationen im Food-Sektor schaffen. In der Pressemitteilung zur Series G Finanzierungsrunde bezeichnete Will Shue, CEO von Deliveroo, Amazon als eine Inspiration für sich und sein Unternehmen. Die britische Wettbewerbsbehörde erklärte nun, dass Amazon und Deliveroo "aufgehört hätten, sich zu unterscheiden", wie Engadget berichtet.

Amazon hat 2018 seinen eigenen Restaurant-Lieferservice in Großbritannien geschlossen, weil er dem Bericht nach nicht mit dem lokalen Anbieter Deliveroo mithalten konnte. Im Mai 2019 wurde Amazon mit seiner Investition zum größten Geldgeber von Deliveroo. (bme)