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Britische Internet-Provider müssen Porno-Filter einsetzen

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In Großbritannien sollen zum Ende des Jahres pornografische Angebote durch die Internet-Provider aus dem Netz gefiltert werden. Die Regierung erwartet von den Providern, dass sie Filtertechniken einsetzen, berichtet Wired UK. Internetnutzer müssen dann die Filter erst ausschalten, um an das gewünschte Bild- und Videomaterial zu kommen.

Betroffen von den Filtern sind neben den heimischen Internetanschlüssen auch öffentliche WLAN-Hotspots. Dessen Betreiber sind künftig verpflichtet, die Porno-Filter eingeschaltet zu lassen.

Die standardmäßig aktivierten Porno-Filter vereinfachen den Jugendschutz im Internet, erklärte Claire Perry, Beraterin des britischen Premierministers David Cameron gegenüber Wired. Geplant sei außerdem eine automatische Reaktivierung des Filters: Hat ein Nutzer am Abend den Filter ausgeschaltet, wird er am Folgemorgen wieder aktiv sein. Wird der Status des Filters geändert, können sich Kunden via E-Mail benachrichtigen lassen.

Lückenlosen Schutz wird die Porno-Sperre aber nicht bieten: Gefiltert werden lediglich die Angebote, die auf einer Sperrliste verzeichnet sind. Diese kann unmöglich alle Pornoseiten enthalten. Auch werden soziale Netzwerke, Bilderdienste wie Imgur oder Blogs wie Tumblr durch das Raster fallen.

Britische Provider hatten bereits 2011 eine freiwillige Blockade von Pornografie angeboten, welche aber nur vereinzelt umgesetzt worden war. Die jetzigen Sperr-Pläne der Regierung umfassen alle Provider in Großbritannien. (dbe)

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