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Britischen Behörden gehen erneut Millionen Daten verloren

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Kurz nachdem der britische Schatzkanzler Alistair Darling bekannt gegeben hat, dass die Behörden die Suche nach den kürzlich verlorengegangenen 25 Millionen Datensätzen von Kindergeldempfängern aufgegeben haben, wurde in Großbritannien ein weiteres Datenleck bekannt. Dem Unternehmen Pearson Driving Assessments im US-Bundesstaat Iowa, das Daten im Auftrag der britischen Behörde Driver and Vehicle Licensing Agency verwaltet und bearbeitet, ist in seiner "secure facility" eine Festplatte mit Datensätzen von 3 Millionen Fahrschülern abhanden gekommen. Pearson habe den Vorfall bereits im Mai dieses Jahres den britischen Behörden gemeldet, berichtete Verkehrsministerin Ruth Kelly im Unterhaus.

Die Datensätze enthielten die Namen, Postadressen, E-Mail-Adressen und Telefonnumern der Fahrschüler, aber keine Bankverbindungsdaten, beteuerte Kelly. Zudem sei die vermisste Festplatte für Dritte nicht lesbar. Betroffen seien Personen, die zwischen September 2004 und April 2007 ihre theoretische Fahrprüfung abgelegt haben. Um das Risiko des Datenverlustes auf diesem Wege zu beseitigen, würden nun die Daten nicht mehr auf Festplatten verschickt, sondern auf "elektronischem Weg" transportiert. Weiterhin hat Kelly eingeräumt, dass 7500 Daten von Fahrzeughaltern auf dem Postweg von Nordirland nach Wales verlorengegangen seien.

Derweil hat Darling betont, dass es keine Beweise für einen Missbrauch der Daten der Kindergeldempfänger gebe, der Polizei lägen keine Informationen darüber vor, dass die Daten in falsche Hände geraten seien. Theresa Villiers, Schattenverkehrsministerin der oppositionellen Konservativen, sieht hinter diesem sowie in dem jüngsten Vorfall systematische Verfehlungen. Die Worte "Labour" und "Inkompetenz" könnten nun synonym gebraucht werden. (anw)

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