Britischer Gesetzentwurf sieht bis zu 10 Jahre Haft für Phishing vor

Das britische Innenministerium will die bestehenden Gesetze zur Bekämpfung von Betrug modernisieren.

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Von
  • Andreas Wilkens

Das britische Innenministerium (Home Office) hat vergangene Woche ein neues Gesetz zur Bekämpfung von Betrug in das Oberhaus eingebracht (PDF-Datei). Es sieht unter anderem vor, dass das Verschicken von Phishing-Mails mit einer Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren bestraft werden kann. Unter die neuen Strafvorschriften würden demnach Personen fallen, die eine E-Mail an eine große Menge von Adressaten verschicken, in der sie als Absender eine Bank vorgeben, um an persönliche Informationen zu kommen.

Mit dem neuen Gesetzesvorhaben sollen bestehende Gesetze einfacher und Überschneidungen beseitigt werden, begründet das Ministerium die Initiative. Ziel sei es auch, alle möglichen Betrugsfälle flexibel berücksichtigen zu können, auch vor dem Hintergrund der technischen Entwicklungen. Als Beispiele führt das Ministerium auch Kreditkartenbetrug auf oder den Verkauf von unerlaubt kopierter Software durch Angestellte eines Softwareunternehmens. (anw)