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Britischer Premier plant Lockerung des Urheberrechts

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Die Regierung unter Premierminister David Cameron (Tories) will das britische Urheberrecht "fit für das Internet-Zeitalter" machen. Das kündigte der Regierungschef am Donnerstag auf einer Veranstaltung im Londoner East End an, wo ein neues Technologiezentrum entstehen wird. Dabei solle unter anderem geprüft werden, wie das im US-Copyright verankerte "Fair Use"-Prinzip übernommen werden könne.

Cameron will demnach das britische Urheberrecht lockern und mehr Verwendungsmöglichkeiten von geschütztem Material auch ohne Einwilligung der Rechteinhaber schaffen. Ein Unternehmen wie Google hätte bei der derzeitigen Rechtslage nicht in Großbritannien gegründet werden können. "Ich möchte diese Art der kreativen Innovation, wie es sie in Amerika gibt, unterstützen", sagte der Regierungschef.

Die Überprüfung des noch von der Vorgängerregierung durchgepeitschten Gesetzes "Digital Economy Bill" soll sechs Monate dauern, ein Bericht ist für April 2011 geplant. Dabei soll es auch um den Abbau weiterer Hürden für die digitale Wirtschaft gehen, etwa die kostspielige Rechteklärung.

Die von Cameron angekündigte "Tech City" soll das britische Silicon Valley werden. Schwergewichte wie Facebook und Google hätten bereits zugesagt, Unternehmensteile im Londoner East End anzusiedeln, wo 2012 auch ein Großteil der Olympischen Sommerspiele stattfindet, sagte der Premier am Donnerstag. Der Osten Londons galt lange Zeit als Armenhaus der Weltstadt. In jüngster Zeit siedelten sich aber immer mehr Künstler und Kreative an. (vbr)

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