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Britischer Provider Three: Kundendatenbank als Hebel für Handy-Diebstahl missbraucht

Betrüger haben sich Zugang zu einem System des britischen Mobilfunkers Three verschafft. Sie konnten auf Daten von 134.000 Kunden zugreifen. Mindestens achtmal haben die Täter Handys bestellt, um sie auf dem Postweg abzufangen.

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Hände greifen nach ausgestellten Mobiltelefonen

(Bild: dpa, Angelika Warmuth)

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(Bild: Hutchison 3G UK)

Britische Betrüger haben teure Handys in Namen von Kunden des Mobilfunkers Three bestellt. Die Täter haben die Mobiltelefone dann abgefangen, bevor sie bei den unwissenden Kunden eintrafen. Am Mittwoch wurden deswegen in England drei Verdächtige verhaftet. Nach Angaben Threes haben die Kriminellen Zugangsdaten zu jenem System verwendet, über das Händler neue Geräte für Three-Bestandskunden bestellen.

Bislang sind acht Fälle bestätigt. Three untersucht, ob es noch weitere betrügerische Bestellungen gab. Die Zahl der Betroffenen liegt indes bei fast 134.000. Denn die Täter hatten Zugriff auf Namen, Kundennummern, und technische Angaben von über 107.000 Kunden. Bei weiteren rund 27.000 kamen dazu noch Adresse, E-Mail-Adresse, Geschlecht, Geburtsdatum, Telefonnummer, Familienstand und Beschäftigungsstatus.

Das wäre ein gefundenes Fressen für Identitätsdiebe. Three glaubt aber, dass es den Betrügern nicht um Daten sondern nur um Handys ging. Gegenüber heise online betonte das Unternehmen, dass das kompromittierte Händlersystem weder Finanzdaten wie Konto- oder Kreditkartennummern, noch Kundenpasswörter und -PINs vorhalte. Der Mobilfunker beklagt einen generellen Anstieg des Handy-Schwunds in den letzten vier Wochen. Bei Einbrüchen in Geschäfte seien in dem Zeitraum 400 Mobiltelefone gestohlen worden. (ds)

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