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Britischer Werberat: "LED-TV" ist irreführend

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Samsung bewirbt seine LCD-Fernseher mit dem Slogan LED-TV

Samsung darf seine LCD-Fernseher mit LED-Backlight in Großbritannien nicht mehr ausschließlich als "LED-TV" bewerben. Der Rat der Werbewirtschaft Großbritanniens (ASA) erklärte in einer vergangene Woche veröffentlichten Entscheidung, die Bezeichnung LED-TV sei irreführend und dürfe deshalb in der Werbung nicht ohne Zusatz verwendet werden. Samsung darf seine Flachbildschirme demnach nur als "LED-TV" bewerben, wenn zugleich erläutert wird, dass es sich um LC-Displays mit LED-Backlight handelt.

Das Urteil der ASA ist nur für Werbung in Großbritannien bindend, in anderen Ländern darf das koreanische Unternehmen den zweifellos geschickten Marketingfeldzug weiter fortführen. So auch auf der IFA in Berlin, wo Samsung auf seiner Eröffnungspressekonferenz stolz auf "Plasma-TV, LCD-TV und LED-TV" im Portfolio hinwies, ohne dabei zu erklären, dass es sich bei Letzteren um LCD-TVs mit einer Hintergrundbeleuchtung aus seitlich am Display platzierten Leuchtdioden an Stelle herkömmlicher Kaltkathodenstrahler (CCFLs) handelt.

Wie auf der IFA hinter vorgehaltener Hand kolportiert wurde, läuft auch eine Anfrage in Brüssel ob der möglicherweise irreführenden Werbung von Samsung. Wenn man sich unter den Besuchern der Funkausstellung umhört, stiftet die arg verkürzte Bezeichnung LED-TV tatsächlich Verwirrung. Viele glauben, es handele sich um eine neue Displaytechnik. Samsung ist nicht der einzige Fernsehhersteller, der die Bezeichnung "LED-TV" verwendet, die anderen fügen aber meistens eine kurze Erläuterung an. (uk)