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Britisches Verteidigungsministerium bekämpft den Datenschwund

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Nach einem Bericht der BBC kämpft das britische Ministry of Defence weiter gegen Verluste kritischer Daten, die durch verloren gegangene USB-Sticks und Laptops entstehen. So werden nach den Empfehlungen des Burton-Reports derzeit rund 20.000 Militär-Laptops mit Datenverschlüsselungssystemen ausgerüstet. Dabei stellt sich offenbar heraus, dass mehr Laptops verschwunden sind als bisher bekannt wurde.

Nach Auskunft des Verteidigungsministeriums soll die Hälfte aller Laptops mit einer Verschlüsselungssoftware arbeiten, die die Daten im Falle eines Rechner-Verlustes schützt. 2000 Laptops, die nicht mit der Software ausgerüstet werden konnten, wurden ausgemustert. Gleichzeitig wurde bekannt, dass 747 Laptops verloren gingen oder gestohlen wurden. Zuvor wurde die Zahl der zwischen 2004 und 2007 verschwundenen Laptops mit 347 Stück angegeben. Auf Anfrage der BBC gab das Ministerium zudem an, dass in diesem Zeitraum 121 USB-Sticks verschwanden. Drei Speichersticks enthielten offenbar als "geheim" klassifizierte Informationen, 19 enthielten Informationen, die nur zum internen Gebrauch freigegeben waren.

Für Ungemach sorgt außerdem ein Bericht der Sunday Times, nach dem ein ranghoher Mitarbeiter von Premierminister Gordon Brown im chinesischen Schanghai seinen Blackberry mit vertraulichen Daten verlor, weil er eine Nacht mit einer mutmaßlichen chinesischen Agentin verbrachte. Er sei Opfer einer speziellen Honeypot-Technik geworden, meint die Zeitung. (Detlef Borchers) / (jk)

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