Menü

Broadcom 9400 Tri-Mode HBA: Adapterkarte für SAS/SATA und PCIe-NVMe

Broadcom stellt PCI-Express-Hostadapterkarten für Server vor, deren Ports sowohl SAS als auch PCIe "sprechen"; sie binden schnelle NVMe-SSDs an, auch gemischt mit SAS- und SATA-Festplatten.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 4 Beiträge

HBA Broadcom 9400-16i

(Bild: Broadcom)

Von

Die Hostadapter-Steckkarten der Baureihe Broadcom 9400 Tri-Mode verbinden sowohl Festplatten und SSDs mit SAS-12G- oder SATA-6G-Schnittstellen mit einem Server als auch NVMe-SSDs mit PCIe 3.0 x4 oder x2. So lassen sich Server relativ leicht mit einer Mischung aus Massenspeichern bestücken.

Je nach Variante der Adapterkarte sind externe oder interne Anschlüsse vorhanden, wobei sich nur letztere auch für NVMe-SSDs eignen. Der Host-Based Adapter (HBA) 9400-16i kann bis zu 8 NVMe-SSDs anbinden, wenn jede davon zwei PCIe-Lanes verwendet (x2) – oder vier x4-SSDs. Es ist aber auch eine Mischung aus beispielsweise acht SAS-/SATA-Festplatten und zwei PCIe-x4-SSDs möglich.

Auf der Adapterkarte sitzen Buchsen für SFF-8643-Stecker (Mini SAS HD x4). Je nach gewünschtem Massenspeicher müssen Adapterkabel oder Backplane für den passenden Anschluss sorgen; NVMe-SSDs in der Bauform U.2 verwenden etwa SFF-8639.

Der Broadcom 9400-16i kommt als PCIe-3.0-x8-Karte.

(Bild: Broadcom)

Auf den Tri-Mode-HBAs 9400-16i, 9400-16e, 9400-8i und 9400-8e sitzen jeweils Controller-Chips der Typen SAS3416 beziehungsweise SAS3408, die jeweils per PCIe 3.0 x8 mit dem Server verbunden sind. Mehr als 8 GByte/s pro Richtung können die Karten also nicht übertragen. Bisher sind die HBAs nicht für den Einzelhandel gedacht, sondern nur für OEM-Kunden.

Broadcom gehört seit 2015 zu Avago; Avago wiederum hatte schon 2013 den SAS-Adapter-Spezialisten LSI gekauft.

Zum Anschluss von NVMe-SSDs an Server sind theoretisch bloß PCIe-Switch-Chips nötig, die etwa auch die Avago-Sparte PLX entwickelt. In der Praxis haben sich aber noch keine Standards zur Verkabelung von PCIe 3.0 für NVMe-SSDs etabliert. SSDs in Form von PCIe-Steckkarten lassen sich bei Ausfällen nicht so einfach im laufenden Betrieb austauschen, M.2-Karten ebensowenig. U.2-SSDs sind hingegen Hot-Swap-fähig. Andererseits wiederum kommen auch die ersten Dual-Port-NVMe-SSDs.

Zur Verkabelung zwischen Mainboard und NVMe-Backplane setzen manche Server-Hersteller künftig auf OCuLink-Kabel. Auf der Backplane sitzt dann ein NVMe-Switch, so wie bei den NVMe-Servern von Supermicro. (ciw)