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Broadcom sichert sich 100-Milliarden-Kredit für Qualcomm-Übernahme

Mit Hilfe von Krediten deckt Broadcom den Baranteil des 146 Milliarden US-Dollar schweren Übernahmeangriffs auf Qualcomm ab.

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Broadcom sichert sich 100-Milliarden-Kredit für Qualcomm-Übernahme

Qualcomm-Zentrale in San Diego, Kalifornien

(Bild: qualcomm.com)

Der Chipkonzern Broadcom hat sich Kredite in Höhe von 100 Milliarden Dollar (81,6 Milliarden Euro) für den rekordträchtigen Übernahmeangriff auf den Rivalen Qualcomm gesichert. Dies deckt den Baranteil des insgesamt 146 Milliarden Dollar schweren feindlichen Angebots ab. Broadcom holte für die Kreditlinie zwölf Banken ins Boot. Darunter sind die Bank of America, Citigroup, die Deutsche Bank, Morgan Stanley und J.P. Morgan, wie Broadcom mitteilte.

Broadcom bietet Qualcomm-Aktionären in einem nachgebesserten Angebot 82 Dollar je Aktie – 60 Dollar in bar und eigene Anteile im Wert von 22 Dollar. Das bewertet Qualcomm insgesamt mit 121 Milliarden Dollar, zudem sollen noch Schulden von 25 Milliarden Dollar übernommen werden. Damit wäre es mit Abstand die bisher teuerste Übernahme im IT-Sektor. Qualcomm lehnte auch das nachgebesserte Angebot ab. Die Entscheidung liegt am Ende bei den Aktionären – und im Fall von Qualcomm ist die Mehrheit der Anteile auf viele Finanzfirmen verstreut.

Qualcomm ist sehr stark bei Funkmodems, mit denen sich Smartphones mit Mobilfunk- und anderen Netzen verbinden, und verkauft außerdem Lizenzen für diverse patentierte Technik. Broadcoms Spezialität sind WLAN- und Bluetooth-Chips.

Qualcomm steht aktuell massiv unter Druck. Durch einen seit Monaten andauernden Patentstreit mit Apple bekommt die Firma keine Lizenzzahlungen von iPhone-Fertigern. Das macht sich in der Bilanz bemerkbar und ließ auch den Aktienkurs sinken – was Broadcom ausnutzen will. (anw)

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