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Broadcom verlegt Stammsitz von Singapur in die USA

Die Übernahme von Qualcomm war zwar aus Gründen nationaler Sicherheit von US-Präsident Trump verhindert worden, seinen Stammsitz hat Broadcom jetzt dennoch in die USA verlegt.

Broadcom BCM2837 auf Raspberry Pi 3 Model B

Der Halbeiterhersteller Broadcom hat am Mittwoch seinen Firmensitz von Singapur wieder zurück in die USA verlegt. Broadcom war 2016 von Avago Technologies gekauft, im Zuge dessen der Hauptsitz nach Singapur verlegt und später als Broadcom Ltd. geführt worden. Nun befindet sich der Stammsitz wieder in San José, Kalifornien. Broadcom hatte den Standort in dieser Zeit als weiteren Verwaltungssitz betrieben. Bereits Ende März hatten die Aktionäre einem Umzug in die USA den Weg geebnet. Die zuständigen Behörden in Singapur stimmten am Montag zu, geht aus einer Mitteilung.

Alle Anteile der Broadcom Ltd. wurden der Broadcom Inc. eins zu eins übertragen. Der Kurs der Aktie stieg in den Stunden nach der abgeschlossenen Verlegung nur leicht an, büßte dann allerdings wieder ein und liegt nachbörslich derzeit bei rund 234 US-Dollar.

Broadcom hatte den Chiphersteller Qualcomm in einem 146 Milliarden US-Dollar schweren Übernahmeversuch aufkaufen wollen, scheiterte jedoch am Veto des US-Präsidenten. Donald Trump hatte dem Unternehmen die Übernahme aus Gründen der nationalen Sicherheit untersagt. Broadcom unterhält über Tochterfirmen Verbindungen nach China. Die bereits vor dem Übernahmeversuch angekündigte Verlegung des Firmensitzes in die USA hatte das Platzen des Deals nicht verhindern können.

Broadcom erhofft sich durch die Verlegung des Stammsitzes, künftig US-amerikanische Unternehmen einfacher kaufen zu können, da diese dann nicht mehr vom Comittee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) wegen nationaler Sicherheitsbedenken verhindert werden können. (olb)

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