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Brotstück stoppt Teilchenbeschleuniger LHC

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Ein Stückchen Brot soll im Large Hadron Collider (LHC) des Forschungszentrums CERN einen Kurzschluss im Kühlsystem verursacht haben. Das berichtet die britische Newssite The Register unter Berufung auf einen CERN-Mitarbeiter. Der Kurzschluss habe in Teilen des Stromkreislaufs zu einer Erhitzung um 6 Grad Celsius auf -265 Grad geführt; in Folge sei es zur Abschaltung des Systems gekommen, dabei seien aber keine größeren Schäden entstanden.

Die Pressestelle des CERN habe die auf der Webseite des LHC ausgegebenen erhöhten Temperaturen gegenüber The Register als Ergebnis von Routinetests ausgewiesen. Später habe ein Mitarbeiter aber ausgesagt, ein "Stückchen Baguette auf den Stromschienen" der Außenanlage hätte zu einem Kurzschluss und infolge zu der Überhitzung geführt. Möglicherweise sei es von einem Vogel auf die Schiene fallengelassen worden, hieß es.

Erst vor kurzem hatte das Forschungszentrum CERN bei Genf wieder mit der
Einspeisung von Partikelstrahlen in den Teilchenbeschleuniger begonnen. Er soll in den kommenden Wochen erstmals wieder voll in Betrieb genommen werden, nachdem er nach einem Zwischenfall im September vergangenen Jahres nach nur 9 Tagen Betriebszeit abgeschaltet werden musste. Auslöser des Störfalls im Jahr 2008 war ebenfalls eine Überhitzung gewesen, bei der für die Kühlung vorgesehenes Helium in den Beschleunigerring ausgetreten war.

Der LHC ist der größte Teilchenbeschleuniger der Welt. Eines seiner Hauptziele ist es, die Existenz des sogenannten Higgs-Feldes zu beweisen oder alternative Mechanismen aufzudecken, um neue Erkenntnisse für das Standard-Modell der Teilchenphysik zu erhalten. (acb)

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