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Browser-Engines: Geht KHTML in WebKit auf?

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Die Mehrzahl der Entwickler der Browser-Engine KHTML will offenbar ihr Projekt zugunsten von WebKit aufgeben, berichtet Ars Technica. Der Umbau von WebKit, der die Portierung des WebKit-Browsers Safari auf Windows und auf das iPhone ermöglichte, erleichtert zugleich die Rückportierung der Engine auf Linux. Durch die Unterstützung von Apple und die weite Verbreitung der WebKit-Projekte ist die Abspaltung dem Mutterprojekt KHTML in vieler Hinsicht davongezogen. Für WebKit könnte dieser Schritt einen weiteren Schub bedeuten, denn die KHTML-Entwickler bringen unter anderem die Unterstützung von Teilen von CSS3 in das gemeinsame Projekt mit ein.

Apple baute 2002 seinen Browser Safari auf Grundlage der quelloffenen KHTML-Engine und taufte die an Mac OS X angepasste Abspaltung WebKit; WebKit-Neuerungen flossen zurück in KHTML, wenn auch zwischenzeitlich mit einigen Reibereien. WebKit steckt inzwischen nicht nur in dem Apple-Browser, sondern auch in Nokia-Smartphones, in Adobe AIR und in den kommenden Versionen von Epiphany, einem Linux-Browser für die Desktop-Umgebung GNOME, der bisher Mozilla Gecko nutzt.

KHTML ist die HTML-Rendering-Engine, die als Bestandteil der Linux-GUI KDE Herzstück des Browsers Konqueror ist; als einzige der großen Browser-Engines (Trident, Gecko, Presto, KHTML/WebKit) war sie von Beginn an ein Open-Source-Projekt. Gegenüber dem Open-Source-Rivalen Mozilla Gecko stehen KHTML und WebKit in dem Ruf, schlanker und sauberer programmiert zu sein. (heb)