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Browser-Leak: Microsoft Edge gelangt vorab ins Netz

Eine erste Vorabversion des neuen Edge-Browsers auf Chromium-Basis gelangte ins Internet. Die Nutzer erwartet ein Mix aus Chrome und dem alten Edge.

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Am vergangenen Wochenende gelangte eine inoffizielle Vorabversion des neuen Edge-Browsers von Microsoft ins Netz. Durch diesen Leak konnten neugierige Nutzer einen zweiten Blick auf den Browser werfen – zuvor waren bereits erste Screenshots von der Edge-Bedienoberfläche aufgetaucht. Sie zeigen die starke Ähnlichkeit zwischen Edge und Chrome.

Kein Wunder: Der runderneuerte Microsoft-Browser basiert auf Chromium. Die eigene EdgeHTML-Engine schickte Microsoft in Frührente – für die Browser-Vielfalt im Web eine schlechte Entwicklung. Auch Opera oder Vivaldi setzen auf Chromium als Unterbau. Mozilla betonte, dass Firefox nun die einzige unabhängige Alternative sei.

So sieht er also aus, der neue Edge-Browser auf Chromium-Basis.

(Bild: heise online)

Die Bedienoberfläche von Chromium-Edge ähnelt der von Chrome. Rechts von der Adressleiste ist etwa ein Icon samt Benutzerfoto zu sehen, wenn Nutzer mit ihrem Microsoft-Account eingeloggt sind. (Bei Chrome ist es eben der Google-Account.) Aber auch der alte Edge ist im neuen Browser wiederzuerkennen, etwa bei der Anordnung der Menü-Punkte.

Es gibt außerdem die bekannte Vorlesefunktion. Ein Incognito-Modus ist bereits in der Vorschauversion enthalten. Bei der Installation des neuen Edge-Browsers lassen sich Lesezeichen, Passwörter und der Verlauf von Chrome oder dem alten Edge-Browser importieren, was den Start und Umstieg erleichtert. Der neue Edge soll vor allem mit Geschwindigkeit und Leichtigkeit punkten; sein Vorgänger gilt durchaus als behäbig.

Die ersten Edge-Erweiterungen stehen auf einer eigenen Webseite zum Download bereit. Es soll zudem möglich sein, Add-ons aus Googles "Chrome Web Store" in Edge zu installieren, was das Angebot natürlich enorm erhöht. The Verge hat einige Erweiterungen ausprobiert (etwa 1Password und Ghostery) und schreibt: "Sie funktionieren, wie sie sollten". Einige Funktionen fehlen in der Vorabversion noch, etwa eine vollwertige Synchronisation. Der Leak geistert weiterhin durchs Netz, Neugierige sollten aber vorsichtig sein und den Browser in einer Sandbox testen. Es handelt sich schließlich nicht um einen offiziellen Release von Microsoft. Wann eine ordentliche Betaversion erscheint, ist noch offen.

Microsoft hatte den Wechsel auf Chromium im Dezember 2017 angekündigt; erste Gerüchte gab es da bereits. Der Edge-Browser hatte sich (anders als sein Vorgänger) nie wirklich durchsetzen können – gegen die Dominanz von Google Chrome konnte er nichts ausrichten. Nun also ein neuer Angriff mit Chromium als Unterbau. (dbe)