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Brüssel hakt bei Facebook wegen Nutzung von WhatsApp-Daten nach

Facebook hatte den Brüsseler Wettbewerbshütern bei der Übernahme von WhatsApp versprochen, die Daten getrennt zu lassen. Die neuen Datenschutzbestimmungen bei WhatsApp widersprechen dem. Facebook muss sich nun Fragen der EU-Kommission stellen.

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Facebook und WhatsApp

(Bild: dpa, Armin Weigel/Archiv)

Die Brüsseler EU-Kommission verlangt von Facebook Aufklärung über die Nutzung von WhatsApp-Daten. Einen entsprechenden Bericht des Spiegel bestätigten die Brüsseler Wettbewerbshüter am Freitag im Wesentlichen. "Wir stehen mit Facebook in der Sache im Kontakt", sagte eine Sprecherin.

Der populäre Kurzmitteilungsdienst WhatsApp hatte jüngst angekündigt, künftig Daten wie Telefonnummern mit Facebook teilen zu wollen. Als die EU-Kommission die Übernahme von WhatsApp durch das soziale Netzwerk 2014 genehmigte, war sie davon ausgegangen, dass dies nicht geschehen würde – betonte aber auch, dass die Übernahme selbst dann wettbewerbsrechtlich unbedenklich wäre.

Die Behörde will nun offenbar untersuchen, ob sie damals korrekte Informationen erhalten hat. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar und die EU-Datenschutzgruppe hatten zuvor schon angekündigt, die neuen Bedingungen zu überprüfen. (pmk)

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