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Buchmesse: Thalia zeigt zweite Oyo-Generation

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Die Buchhandelskette Thalia hat am Mittwoch in Frankfurt den neuen E-Book-Reader des Unternehmens vorgestellt. Der Oyo II ähnelt dem seit Herbst 2010 erhältlichen Vormodell optisch wie ein Ei dem anderen, Verbesserungen gab es nur unter der Oberfläche. So soll das Gerät eine längere Akkulaufzeit haben und mit einem schnelleren Prozessor ausgestattet sein, was der allgemeinen Betriebsgeschwindigkeit zugute kommen soll. Auf der Buchmesse ließ sich das nicht überprüfen, die Firmware der ausgestellten Testgeräte war extrem instabil. Bis zum Verkaufsstart soll die Bedienoberfläche aber fehlerfrei nutzbar sein.

Links der Oyo I, rechts der Oyo II

Das berührungsempfindliche 6-Zoll-Display kommt wie schon beim ersten Oyo nicht von E-Ink, sondern von dessen taiwanesischen Mitbewerber SiPix. Im Vergleich zum Vormodell sind die Kontraste sichtbar etwas besser, mit den Pearl-E-Ink-Panels des Kindle und des Sony Reader PRS-T1 kann der Oyo II aber nicht mithalten. Nach wie vor verfügt der Reader über ein WLAN-Modul, über das mit dem Gerät auf den E-Book-Store von Thalia zugegriffen werden kann. Dort gibt es nach Angaben von Thalia 300.000 E-Books, 100.000 davon in deutscher Sprache. Der Oyo versteht sich unter anderem mit epub- und pdf-Dateien mit oder ohne Adobe-Kopierschutz, womit der 4-Gbyte-Speicher (Vormodell 2 Gbyte, nach wie vor erweiterbar) auch mit digitaler Literatur aus anderen Quellen befüllt werden kann.

Der Oyo II fällt mit 260 Gramm ausgesprochen schwer aus - die ähnlich dimensionierte Konkurrenz von Sony und Amazon bringt fast 100 Gramm weniger auf die Waage. Preislich liegt der Oyo II mit 119 Euro zwischen Sony Reader (149 Euro) und dem neuen Kindle (99 Euro). Der Sechs-Zöller soll von November 2011 an in den knapp 300 Thalia-Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie online bei Thalia sowie buch.de und bol.de (gehören mehrheitlich Thalia) erhältlich sein. Zum Weihnachtsgeschäft erscheint zudem eine erste Thalia-eReading-App. Bemerkenswert: Das Programm wird es zuerst für Android-Geräte geben. Eine iOS-App kommt zu einem späteren Zeitpunkt, heißt es seitens Thalia. (jh)

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