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Bürger-CERT freigeschaltet

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Innenminister Wolfgang Schäuble, der mit dem BSI-Chef das Bürger-CERT vorstellte, meinte: "Das Bundeskriminalamt registriert beim Tatbestand Computerkriminalität von Jahr zu Jahr hohe Zuwächse." [Klicken für vergrößerte Ansicht]

Bundesinnenminister Wolgang Schäuble hat heute in Berlin gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Udo Helmbrecht, das Bürger-CERT online geschaltet, ein "Computer Emergency Response Team"-Portal für Bürgerinnen und Bürger. Im vergangenen Jahr seien 16.000 Schadprogramme registriert und durchschnittlich zwei Prozent aller versandten E-Mails mit Viren infiziert worden – "die Techniken werden immer ausgefeilter, und die kriminelle Energie, die dahintersteckt, immer intensiver", erklärte Schäuble. Deshalb solle das Bürger-CERT, betonte der Minister, "ein verlässliches und neutrales Angebot" sein, das Informationen über aktuelle Gefährdungen, Schwachstellen und Angriffe auf Computer und Netzwerke "für jedermann in verständlicher Form" kostenlos zur Verfügung stellt. Er wünsche sich, "dass möglichst viele Internet-Nutzer das neue Angebot annehmen und sich beim Bürger-CERT registrieren".

Der neue Warn- und Informationsdienst zur IT-Sicherheit, der gemeinsam vom BSI und der Bitkom-Tochtergesellschaft Mcert Deutsche Gesellschaft für IT-Sicherheit betrieben wird und dem elf Mitarbeiter des BSI sowie fünf des Mcert zuarbeiten, will registrierte Nutzer zeitnah und verständlich über Sicherheitslücken und Gefahren aus dem Internet unterrichten. Dazu bietet das Bürger-CERT drei unterschiedliche Warndienste per E-Mail-Abonnement an. So wird ein regelmäßiger Online-Newsletter alle vierzehn Tage einen Überblick über die wichtigsten Sicherheitsnachrichten liefern, der ohne Technikkenntnisse lesbar sein soll. Daneben warnen Extraausgaben bei extrem zeitkritischen Sicherheitslecks. Und zusätzlich gibt es noch technische Warnungen mit detaillierten Hintergrundinformationen. Die Betreiber rechnen mit 150.000 bis 200.000 Abonnenten in den nächsten Monaten. (Richard Sietmann) / (jk)

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