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Bürger können ihre Personalausweis-Daten auslesen

Jeder Bürger kann sich nun im Web anzeigen lassen, welche Daten im elektronischen ID-Bereich des Personalausweises über ihn gespeichert sind – eine vertrauensbildende Maßnahme, findet das Bundesinnenministerium.

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Angekündigt wurde sie vom BSI auf der CeBIT, heute ging sie ans Netz: Die vertrauensbildende Maßnahme "Der Ausweis zeigt, was in ihm steckt" ist auf der Website aktiv, auf der auch die Ausweisapp und die "Vertrauensbasis" mit den SSL-Zertifikaten bereitgestellt werden.

Screenshot von der Website für die Selbstauskunft

Mit der Ausweis-Auskunft und den etwas älteren Web-Browsern Internet Explorer 6 (Microsoft) und Firefox ESD 10 (Mozilla) sowie einem Lesegerät kann sich jeder Bürger anzeigen lassen, welche Daten im elektronischen ID-Bereich des Personalausweises über ihn gespeichert sind. "Dadurch wird das Vertrauen in den Online-Ausweis gestärkt und der elektronische Identitätsnachweis transparent", erklärt das Bundesinnenministerium.

[Update] Die Information zu den verwendbaren Browsern ist veraltet. Aktuell können der Internet Explorer ab Version 6, Mozilla Firefox Version 17 und Iceweasel ab Version 3 benutzt werden. [Update]

Möglich wurde dies mit der Änderung des Personalausweis-Gesetzes im Jahr 2013. Bis dahin war es nicht erlaubt, die Daten des eID-Containers zur Selbstauskunft aufzurufen. Als erstes hatte seinerzeit die Stadt Würzburg den Auskunftsservice in ihrem Bürgerservice-Portal angeboten.

Im Test des neuen Bundes-Angebotes wurden wir genau wie beim Würzburger System mit identischen Dialogen auf einen Server der AKDB geschickt. Dieser war offenbar überlastet. Nach vier Timeouts jeweils nach der verpflichtenden Datenschutzanzeige und der Auswahl der abzufragenden Datenfelder gelang es einmal, die PIN-Eingabe im vorgegebenen Zeitfenster abzusetzen und die Daten abzufragen.

An der Fehlermeldung beim Timeout irritierte der Verweis, dass die PIN dreimal fehlerhaft eingegeben wurde. Nach dem Umweg über die PUK erschien dieser Hinweis auch bei einer neu auf dem Ausweis gesetzten PIN. Ob diese Irritation der aktuellen Kombination von AusweisApp, Browser und Kartenleser unter Ubuntu auch mit anderen Betriebssystemen und Browsern auftritt, müssten weitere Testläufe zeigen. Unter Windows 8.1 funktionierte die Ausweisauskunft hingegen reibungslos. (anw)