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Bürovermieter WeWork sagt Börsengang offiziell ab

Der Bürovermieter WeWork hat den Börsengang offiziell abgesagt, zumindest vorerst. Druck soll vom Großaktionär Softbank gekommen sein.

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(Bild: 889520, gemeinfrei (Creative Commons CC0))

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WeWork wird vorerst nicht an die Börse gehen. Der Schritt sei aber nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Das Unternehmen musste seine Bewertungen stetig senken, zuletzt soll der Wert bei nur noch knapp 20 Milliarden US-Dollar gelegen haben. Dank einer Finanzspritze der Softbank hatte die Bewertung Anfang des Jahres noch bei 47 Milliarden Dollar gelegen.

"Wir haben uns entschieden, den Antrag auf Börsenzulassung zurückzuziehen, um uns auf unser Kerngeschäft zu fokussieren, dessen Fundament nach wie vor stark ist", heißt es in einer kurzen Mitteilung der neuen Manager, Artie Minson und Sebastian Gunnigham. Sie haben die Geschäfte übernommen, nachdem Gründer Adam Neumann seinen Posten als CEO vergangene Woche verlassen musste. Ihm wird vorgeworfen, unter anderem eigene Immobilien an die Firma vermietet zu haben, hinzu kamen dubiose Geschäftsführungspraktiken.

Für die Personalie wie auch die Absage des Börsengangs soll der Druck des Großaktionärs Softbank gesorgt haben. Die Japaner hatten einige Milliarden über ihren Vision Fund in das einstige Start-up investiert. Vor zwei Wochen war der Börsengang dann bereits in das vierte Quartal geschoben worden, weil schlicht kein Interesse bestanden haben soll. In einer S-1-Registrierung, die für einen Börsengang verpflichtend ist, erklärte WeWork seine Modelle, Ideen und Zahlen. WeWork vermietet Coworking für Konzerne – Großfirmen wie auch andere Start-ups. (emw)