Bug in Akamai-Software führte zu Störungen im Web

Ein Bug in der Content Management Software des Web-Loadbalancing-Anbieters Akamai führte dazu, dass einige größere US-Websites, darunter etwa Yahoo, eBay oder Apple, zeitweise nur schwer oder gar nicht erreichbar waren.

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Von
  • Jürgen Kuri

Ein Bug in der Content-Management-Software des Web-Loadbalancing-Anbieters Akamai führte dazu, dass einige größere US-Websites, darunter etwa Yahoo, eBay oder Apple, am gestrigen Montag zeitweise nur schwer oder gar nicht erreichbar waren. Laut den Internet-Statistikern von Netcraft waren aber auch Sites etwa von General Motors oder Coca Cola betroffen.

Akamai liefert für große Anbieter Dienstleistungen zur weltweiten Lastverteilungen für Webseiten und Web-Anwendungen, darunter etwa auch zur Bereitstellung von großen Datenmengen für Software- oder Multimedia-Downloads. Akamai arbeitet dafür mit auf der ganzen Welt eingerichteten Serverfarmen, auf die hauseigene, proprietäre Software die Anforderungen der User je nach lokalen Gegebenheiten und Belastungen der Server verteilt.

Anfangs meinte Akamai noch, die Probleme mit den Zugriffen auf die Webserver von Kunden könnten an einer Denial-of-Service-Attacke liegen -- was allerdings für den Anbieter ziemlich peinlich gewesen wäre, argumentiert Akamai doch damit, dass die Dienstleistungen für weltweite Lastverteilung den Erfolg solcher DoS-Angriffe unwahrscheinlich machen sollten. Nun betonte die Firma gegenüber US-Medien, die Performance-Probleme seien nicht auf Einflüsse von außen zurückzuführen. Da am gestrigen Nachmittag (Ortszeit Massachusetts) der Bug in der Akamai-Software relativ schnell gefunden worden sei, habe man die Dienste nach 90 Minuten wieder normal betreiben können. (jk)