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Build 2016: Microsoft stellt IoT-Starterkits vor

Mit preisgünstigen Entwickler-Boards will Microsoft Programmierer an das Internet of Things heranführen. Wir durften eines dieser Boards ausprobieren.

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Intel-Edison-Entwickler-Board

Auf der Entwicklerkonferenz Build 2016 hat Microsoft eine Serie preisgünstiger Entwickler-Boards vorgestellt, mit denen man sich mit überschaubarem finanziellen Aufwand an die IoT-Services in der Azure-Cloud herantasten kann. Die angebotenen Pakete kosten zwischen zwischen 40 und 175 US-Dollar und reichen von einem Minimalsystem mit ESP8266-Microcontroller über Arduino-kompatible Boards und den Raspberry Pi bis hin zu einem Intel-Edison-Entwickler-Board. Alle Pakete enthalten neben einem WLAN-Modul weitere Hardware zum Ausprobieren, darunter LEDs, verschiedene Sensoren und zum Teil auch einen Schrittmotor.

Passend zu den Boards hat Microsoft verschiedene Tutorials veröffentlicht. Wir konnten auf der Build Gelegenheit ausprobieren, wie man einen Temperatursensor an das Edison-Board anschließt, die ausgelesenen Daten in die Microsoft-Cloud überträgt und schließlich auf einer Webseite visualisiert. Das gesamte Experiment hat weniger als zwei Stunden gedauert. Die Arbeit beschränkte sich im Wesentlichen auf das Herunterladen vorgefertigter Software und das Konfigurieren der benötigten Geräte-IDs und Schlüssel zur sicheren Datenübertragung.

Für das einfache Auslesen von Sensoren gibt es unter www.azureiotsuite.com eine vorgefertigte Projektvorlage, die alle benötigten Azure-Dienste konfiguriert, miteinander verdrahtet und startet. Das ist nach etwa zehn Minuten erledigt.

Die Azure-Webseite zeigt die mit einem eigenen IoT-Sensor gemessenen Temperaturwerte im zeitlichen Verlauf an.

Das Edison-Board schließt man per USB an einen PC an und öffnet mit einem Terminalprogramm wie PuTTY eine Remote-Konsole auf das dort laufende Linux. Die zur Kommunikation mit Azure benötigten Skripte sind schnell heruntergeladen. Sie sind in JavaScript implementiert und setzen auf Node.js auf. Mit einem Texteditor muss man nur noch ein paar Parameter innerhalb des Skripts anpassen. Nach dem Start meldet sich der eigene Sensor innerhalb weniger Sekunden auf der Azure-Webseite, die daraufhin die gemessenen Temperaturwerte als Liniengrafik anzeigt.

Ohne die vorgefertigten Vorlagen und Skripte hätte das Experiment sicher länger gedauert. Trotzdem war es recht eindrucksvoll, wie schnell man mit den vorhandenen Assistenten eine einfache IoT-Lösung an den Start bekommt. (hos)