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Bulmahn: Alle Schulen ans Netz und jedem Schüler einen Laptop

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Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn skizzierte heute auf einer Pressekonferenz in Berlin die Zukunft an den deutschen Schulen. Demnach soll jeder der gut 10 Millionen Schüler einen eigenen Laptop bekommen. Zwar könnten Städte und Gemeinden als Schulträger die gewaltigen Kosten dafür nicht aufbringen, doch neue Partnerschafts-Initiativen von Wirtschaft und Staat könnten helfen, dieses Ziel zu erreichen. Nach dem zeitlichen Rahmen für das Vorhaben befragt, antwortete die Ministerin: "Mein Ziel ist 2006." Die Bundesregierung wolle steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten prüfen, damit die Anschaffung von Schüler-Laptops als Sonderausgabe absetzbar seien.

Derzeit verfügt etwa ein Drittel der deutschen Schulen über einen Zugang zum Internet. Spätestens bis Ende 2001 sollen alle rund 44 000 Schulen online sein. Buhlmahn verwies in diesem Zusammenhang auf den kostenlosen T-Online-Zugang, den die Telekom den Schulen anbietet. Internet sei nunmehr keine Kostenfrage mehr; man müsse nur noch die Schulträger überzeugen, das Angebot zu nutzen. Allerdings ließ sie offen, wie sich mehrere Hundert Schüler und Lehrer einen einzigen T-Online-Zugang teilen sollen.

Insgesamt will die Bundesregierung in den kommenden vier Jahren 750 Millionen Mark für die Onlinenutzung im Bildungsbereich bereitstellen. So arbeite man an einem Konzept für eine virtuelle Bibliothek. Darüber soll jeder unabhängig von Zeit und Ort auf die Bibliotheksbestände in der Bundesrepublik zugreifen können. Rund 700 öffentliche Bibliotheken sollen mit einem Internetzugang ausgestattet werden. Bulmahn appellierte an die Länder, ebenfalls in Projekte wie virtuelle Hochschulen zu investieren. (ad)

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