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Bundesamt sieht Fachkräftemangel im Atomsektor

"Wir haben heute schon bei Stellenausschreibungen das Problem, ausreichend Bewerber und Bewerberinnen zu bekommen", sagt der Präsident des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit.

Bundesamt sieht Frachkräftemangel im Atomsektor

Das Atomkraftwerk Brokdorf hat 2016 brutto 11.503 GWh Strom erzeugt. Es muss spätestens Ende 2021 abgeschaltet werden.

(Bild: kernenergie.de)

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Im Bereich Atomsicherheit und Endlagerung zeichnet sich ab, dass es zu einem Fachkräftemangel kommt. Davor hat laut einem Bericht der Frankfurter Rundschau der Präsident des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), Wolfram König, gewarnt. "Wir haben heute schon bei Stellenausschreibungen das Problem, ausreichend Bewerber und Bewerberinnen zu bekommen", sagte König in einem Interview mit der Zeitung.

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Das 2016 gegründete Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit ist die zentrale Aufsichts-, Genehmigungs- und Regulierungsbehörde für die Atom-Entsorgung inklusive der neuen Suche nach einem Endlager.

Die Atomkraft sei als Auslaufmodell im Energiesektor für junge Leute nicht mehr attraktiv; es gebe nur wenige, die sich im Studium mit der Technik befassen wollten. König verwies darauf, dass es aber hier eine gute Berufsperspektive gebe. "Wir werden noch über Generationen Experten für den AKW-Rückbau und die Endlagerung benötigen." Die letzten deutschen AKW sollen 2022 stillgelegt werden, ein Endlager für den hochradioaktiven Abfall soll frühestens um 2050 betriebsbereit sein.

Ähnliche Sorgen treibt auch die französische Atomindustrie. Dort würden in den nächsten Jahren viele Stellen frei, berichtet der Deutschlandfunk, es gebe aber nur wenige geeignete Bewerber.

(anw)

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