Bundesdatenschützer diskutiert mit IPv6-Rat über anonyme Internetnutzung

Peter Schaar spricht am heutigen Freitag mit 29 Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft über die anonyme Internetnutzung, die seines Erachtens durch die IPv6-Einführung gefährdet sei.

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  • Reiko Kaps

Am heutigen Freitag diskutiert der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Peter Schaar, mit dem Deutschen IPv6-Rat über Themen wie die anonyme Internetnutzung. Laut Schaar habe die bevorstehende Einführung des Internet-Protokolls Version 6 (IPv6) dramatische Folgen für die Internet-Nutzer, da es damit möglich sei, jedem Gerät dauerhaft eine feste IP-Adresse zu geben. Damit seien Internet-Nutzer identifizierbar.

"Die Internet-Adresse wird zu einer Art unverwechselbarem Identifikationsmerkmal des entsprechenden Geräts." Deshalb müsse man sich Gedanken machen, wie die Privatsphäre auch in Zeiten von IPv6 geschützt werden könne, forderte er bereits Ende November 2011.

Schaar trifft auf der nichtöffentlichen Sitzung des IPv6-Rates auf 29 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die sich in der Interessenvertretung zusammengeschlossen haben. Der am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut angesiedelte Deutsche IPv6-Rat will die IPv6-Einführung fördern und gehört dem internationalen IPv6-Forum an. (rek)