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Bundesdatenschutzbeauftragter fordert Millionen-Strafen bei Missbrauch

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Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar fordert eine drastische Verschärfung der Strafen für Verstöße gegen den Datenschutz. Nicht nur geringfügige Bußgelder, sondern massive Strafen in Millionenhöhe seien nötig, sagte er am heutigen Samstag Morgen im Deutschlandradio Kultur. Der entscheidende Punkt sei "ein Umdenken, dass Datenschutz und Verbraucherschutz zusammengehören und das bedeutet auch, dass der Verbraucher ein Machtmittel hat, um einen sorglosen und unangemessen Umgang mit Daten zu bestrafen."

Verbraucher könnten beispielsweise einen Handelspartner oder die Bank wechseln: "Das ist ein wichtiger Punkt, dass der Einzelne auch tatsächlich seine Konsequenzen zieht. Wir brauchen eine Datenschutzkultur und ein Bewusstsein darüber, dass Daten, die im Internet preisgegeben werden eine andere Qualität haben, als in der herkömmlichen Welt." Derweil wird immer deutlicher, dass der jüngst bekannt gewordene Skandal um den Handel mit Bankkonten-Daten nur die Spitze des Eisbergs sein könnte. (dpa) (hob)