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Bundesinnenminister nimmt Cloud-Scout in Betrieb

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat auf der CeBIT den Cloud-Scout der Initiative "Deutschland sicher im Netz" (DsiN) vorgestellt. Der Scout stellt 14 Fragen zum Unternehmen und seinen Absichten, Cloud-Dienste zu nutzen. Am Ende gibt das System Empfehlungen aus, die herstellerunabhängig und produktneutral sein sollen. Friedrich betonte zur Vorstellung, die Auswahlkriterien machten vor allem deutlich, dass Datensicherheit etwas kostet, auch in der Cloud. EU-Komissarien Neelie Kroes warb für ihr EU-Projekt der "Digitalen Agenda" und für eine europäische Cloud.

Hans-Peter Friedrich, Neelie Kroes und Christian P. Illek

(Bild: Detlef Borchers)

Nach Angaben des Microsoft-Geschäftsführers und DsiN-Vorsitzenden Christian P. Illek sind aktuell eine Million Menschen in Deutschland mit Cloud-Diensten beschäftigt, sei es als Nutzer oder als Dienstleister. Viele Unternehmen seien nach wie vor unsicher darüber, was Cloud Computing generell kann und wie sie passgenau Cloud-Dienste genutzt werden können. Hier soll der Cloud-Scout eine erste Orientierung geben.

Für Friedrich ist der Scout "ein Tool, das helfen soll, IT-Sicherheit zu definieren". Deutschland müsse für das Cloud Computing Qualitätskriterien einführen, die dafür sorgten, dass Unternehmen in der Cloud nicht schutzlos Angriffen ausgeliefert sind. Neelie Kroes betonte die europäische Perspektive. Es sei dringend notwendig, zu einer einheitlichen europäischen Bewertung der IT-Sicherheit und des Datenschutzes zu gelangen. Dafür müsse ein Schnitt durch einen "Dschungel von Gesetzen" gemacht werden, der in den europäischen Ländern die EuroCloud behindere. Ein europaweiter, verlässlicher Rahmen sei ein Ansporn für die Wirtschaft, Cloud-Dienste zu nutzen. Oliver Bussmann, CIO der SAP AG und innerhalb der DsiN-Initiative als Projektleiter für den Cloud-Scout zuständig, freute sich, den Dienst so schnell präsentieren zu können. Von der Idee einer Internet-Beratung im Sommer 2012 bis zum Start habe sein Projekt keine sechs Monate gebraucht.

Laut einer DsiN-Umfrage unter 375 mittelständischen Unternehmen setzen 16 Prozent dieser Firmen Cloud-Dienste ein. 19 Prozent der Cloud-Pioniere gaben dabei an, die Sicherheitsanforderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen nicht zu kennen, 42 Prozent kannten sie teilweise. Von den Unternehmen, die noch keine Cloud-Dienste nutzen, gaben 30 Prozent an, nichts über Cloud-Technik zu wissen. (anw)