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Bundeskanzlerin glaubt nicht mehr an Elektroauto-Ziel

Eine Million Elektroautos sollen 2020 auf deutschen Straßen fahren, war bisher das Ziel der Bundesregierung. Ihre Chefin glaubt nicht mehr daran.

Bundeskanzlerin glaubt nicht mehr an Elektroauto-Ziel

(Bild: dpa)

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das von ihrer Regierung ausgegebene Ziel aufgegeben, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren zu haben. "So, wie es im Moment aussieht, werden wir dieses Ziel nicht erreichen", sagte die CDU- und Regierungschefin während eines Fraktionskongress' in Berlin, berichtet der MDR. Der Durchbruch für den Elektroantrieb könne aber sehr plötzlich kommen, ähnlich wie bei den Smartphones.

Seit Anfang Juli 2016 können Käufer eines Elektroautos eine Prämie von 4000 Euro beantragen, auch rückwirkend zum 18. Mai 2016. Die Bundesregierung wollte damit den Absatz von Fahrzeugen mit diesem Antrieb und auch Hybrid-Autos voranbringen, doch bisher sind lediglich weit weniger als 100.000 Elektroautos in Deutschland unterwegs; Ende 2016 waren es ungefähr 35.000.

[Update 16.5.2017, 14.13 Uhr] Merkels Äußerungen kommen bei den zuständigen SPD-Ministerinnen nicht gut an. E-Mobilität sei für Industrie und Umwelt in Deutschland "von herausragender Bedeutung", sagten Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries und Umweltministerin Barbara Hendricks der dpa. "Unsere ambitionierten Ziele für die Elektromobilität in Deutschland sollten wir deshalb nicht einfach aufgegeben, sondern lieber überlegen, wie wir Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität machen." Sonst seien sowohl der Auto-Standort Deutschland als auch Umweltziele in Gefahr.

(anw)

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