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Bundesnetzagentur beendet Abzocke mit weißrussischen Ping-Anrufen

Die Abzocke mit Kurzanrufen weißrussischer Rufnummern hat ein Ende. Die Bundesnetzagentur hat eine Reihe von Telefonnummern abgeschaltet. Bezahlen müssen Betrogene nicht.

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Telefonieren mit Smartphone

(Bild: dpa, Sebastian Kahnert/Illustration)

Die Bundesnetzagentur hat mehrere Dutzend weißrussische Rufnummern abgeschaltet, die für Ping-Anrufe missbraucht worden sind. Die Betrüger lassen dabei vorzugsweise Mobiltelefone ganz kurz klingeln, damit der Anruf auf der Anrufliste erscheint. Wer dann zurückruft, muss mit höheren Kosten rechnen.

Die Betrüger hatten eine Ähnlichkeit zur Ortsvorwahl 0375 in Sachsen ausgenutzt – die Vorwahl für Weißrussland lautet 00375. Etwa 300 Menschen hatten sich bei der Bundesnetzagentur über Anrufe beschwert. Die Behörde weist darauf hin, dass Opfer dieser Masche den entsprechenden Posten auf der Rechnung ihres Mobilfunkanbieters nicht zahlen müssen.

Zwar muss in Mobilfunknetzen eine kostenlose Preisansage für bestimmte internationale Vorwahlen geschaltet werden. Der Anrufer erfährt damit zu Beginn eines Telefonats, dass er eine hochpreisige ausländische Rufnummer anwählen wird, sodass er noch auflegen kann. Trotzdem rät die Bundesnetzagentur Verbrauchern dazu, ausländische Nummern, die auf dem Telefon auftauchen, gar nicht zurückzurufen, wenn von dort kein Anruf erwartet wird oder die Nummer unbekannt ist.

Wer von einem Ping-Anruf betroffen ist, kann eine Online-Beschwerde bei der Bundesnetzagentur einreichen. Eine Liste der kürzlich gesperrten weißrussischen Rufnummern mit Inkassierungsverbot hat die Bundesnetzagentur veröffentlicht. (olb)

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