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Bundesnetzagentur unterbindet Belästigung durch Massenanruf-Software

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Die Bundesnetzagentur ist erstmalig gegen eine neuartige Praxis von Outbound-Callcentern vorgegangen: Sogenannte "Predictive Dialer" rufen dabei für Callcenter-Mitarbeiter gleichzeitig mehrere Rufnummern an. Sobald der erste Angerufene das Gespräch entgegen nimmt, bricht die Software die Anrufe zu den anderen Teilnehmern ab, um diese zu einem späteren Zeitpunkt erneut anzuwählen. Vereinzelt seien Anschlüsse bis zu 70 Mal täglich auf diese Weise belästigt worden.

Auf Beschwerde der Anschlussinhaber hin habe die Bundesnetzagentur nun in einem ersten Schritt die Abschaltung von sieben Callcenter-Rufnummern angeordnet, teilte die Behörde mit. Die belästigenden Telefonanrufe mithilfe eines Predictive Dialers stellen demnach eine rechtswidrige Nummernnutzung dar. Erschwerend sei in den vorliegenden Fällen hinzugekommen, dass die Angerufenen im Vorfeld nicht in den Erhalt von Werbeanrufen durch die jeweiligen Unternehmen eingewilligt hätten.

Der Bundesnetzagentur liegen zu weiteren Rufnummern Beschwerden über belästigende Telefonanrufe vor, die ebenfalls auf die Verwendung eines derartigen Wählprogramms zurückzuführen sind. Man habe bereits Ermittlungen eingeleitet und beabsichtige, weitere Maßnahmen zu ergreifen. (hob)