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Bundesratsinitiative für Digitalradio DAB+

Der Kulturausschuss des Bundesrats macht sich für Digitalradios stark. Er empfiehlt, von 2019 an im Wesentlichen nur noch solche Geräte zum Verkauf zuzulassen.

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Bundesratsinitiative für Digitalradio DAB+

Mit einer Empfehlung für Radiogeräte, die dem neuen Digitalradio-Standard DAB+ genügen, möchte der Kulturausschuss des Bundesrats den Digitalfunk stärken. Folgt der Bundesrat dieser Empfehlung, würde es das Aus für traditionelle UKW-Empfänger beschleunigen, berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe (37/2016).

Das Land Rheinland-Pfalz hatte im August einen Antrag auf Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) in den Bundesrat eingebracht, nach dem Hersteller verpflichtet werden sollen, nur noch DAB+-fähige Radios in den Handel zu bringen. Der Kulturausschuss hat dem rheinland-pfälzischen Antrag in dieser Woche mehrheitlich zugestimmt. Noch sei allerdings offen, ob der Bundesrat ihm folgt, denn die Änderung der TKG-Novelle sei nicht zustimmungspflichtig, berichtet der Spiegel.

Hilfe der Politik benötigt

Der Trend zum Digitalradio war auch Thema auf der IFA 2016. Die ARD-Vorsitzende Professor Karola Wille betonte dort, dass die Politik die Digitalisierung des Hörfunks regulierend begleiten müsse und sagte: "Die stetig steigenden Verkaufszahlen für DAB+-Geräte in Deutschland und der stark forcierte Ausbau des Sendernetzes für terrestrisches Digitalradio zeigen, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind. Die Marktbeteiligten haben sich in einer Koalition zusammengeschlossen, um die Roadmap auf dem Weg zum Standard DAB+ zu beschreiben. Für den regulatorischen Rahmen auf diesem Weg benötigen wir aber auch die Hilfe der Politik." (dwi)

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